Neun Städte von Niemheim

Symbol

Drei rote Krähen auf weißem Feld mit blau kariertem Rand

Herrscher

König Rotbart (RB Gnomen-Schurke, Stufe 14), König aller Gnome, Verteidiger gegen die Heiden, Bringer der Fülle, Herr aller Länder und Anwesen, Großmarschall der Unbesiegbaren Heerschaar, Bevollmächtigter Botschafter für die Elf Zufluchten

Wichtige Persönlichkeiten

  • Fürstin Zweipfennig, Rekrutierungsgeneralin (RB Gnomen-Bardin, Stufe 12)
  • Hierarch und Metropolit deds Mammon Goldgroschen, Wahrer der Abgaben (RB menschlicher Kleriker, Stufe 11 [Mammon])
  • Hohepriesterin und Erste Peitsche Silberkuss, Metropolitin der Marena (RB Gnomen-Klerikerin, Stufe 8 [Marena])
  • Zobelhorn, Metropolit des Chernobog (RB Gnomen-Kleriker, Stufe 20 [Chernobog])
  • Fürst Drachenruf, Meisterspion und Wahrer der Verträge (RN Gnomen-Waldläufer, Stufe 13)
  • Botschafter Xingat (RB Knochenteufel)

Bevölkerung

139.300 (124.000 Gnome, 13.300 Menschen, 1.500 Zwerge, 500 Zentauren)

Hauptstadt

Holmgard, Bevölkerung 8.000 (7.750 Gnome, 150 Menschen, 100 Zwerge)

Städte

  • Hexen, Bevölkerung 19.000 (allesamt Gnome)
  • Überlauten, Bevölkerung 17.000 (12.000 Gnome, 5.000 Menschen)
  • Königsheim, Bevölkerung 13.000 (11.000 Gnome, 1.100 Menschen, 900 Zwerge)
  • Dorograd, Bevölkerung 9.600 (6.000 Gnome, 3.500 Menschen, 100 Zentauren)
  • Janosgrod, Bevölkerung 7.500 (allesamt Gnome)

Siedlungen

  • Metropole von Volvyagrad, Bevölkerung 4.800 (3.000 Gnome, 1.700 Menschen, 100 Zentauren)
  • Hellersbad, Bevölkerung 3.300 (allesamt Gnome)
  • Ostzig, Bevölkerung 3.000 (allesamt Gnome)
  • Osweiten, Bevölkerung 1.300 (1.200 Gnome, 100 Zwerge)

Große Götter

  • Chernobog
  • Ziege der Wälder
  • der Jäger
  • Mammon
  • Marena

Handelswaren

  • Mithral
  • Kiefern-, Eichen-, Buchen- und Rosenholz
  • gewebte Wolle
  • edle Kalbshaut und Leder
  • Bernstein
  • Birnen- und Kirschbrand
  • Wurmwald-Liköre

Einige Kreaturen von Mythgart sind sanft, liebevoll und tapfer. Die Gnome von Niemheim sind nichts davon. Sie sind Diener der Hölle.

Das waren sie nicht immer. Die Gnome lebten viele Jahre als Freunde und Verbündete unter den Bewohnern Krakovas und lehrten die Menschen die Künste der Feenzauberei, des Webens und der Gärtnerei. Sie waren ein gütiges Volk, das sich nur zu gerne über die Feinheiten von Töpferei, Alchemie, Gerberei und der Illuminierung von Manuskripten austauschte. Ihre Hüte und ihre Nasen gaben Anlass zur Belustigung, doch ihre Weisheit wurde geschätzt und respektiert.

Dann, vor 200 Jahren, brach ein Gnomenfürst ein Versprechen, das er Baba Jaga gemacht hatte. Ein Bluteid der Loyalität und der Dienstbarkeit wurde gebrochen. Der Fürst starb schnell, doch das Leiden seines Volkes zog sich hin. Seitdem, so sagt man, wolle Baba Jaga ihre Bärte als Kissenfutter verwenden. Die Gnome wurden von Nachtspuken, Strigoi, den Ala-Vetteln und den Psoglav-Dämonenhunden heimgesucht – allesamt Diener der Baba Jaga. Die Gnome lebten in ständiger Angst, weil sie wussten, dass ihre Kinder Schrot in Baba Jagas Mörser sein würden und ihre Dörfer Zunder für ihr Feuer und ihre Jagddrachlinge. Dorf um Dorf verschwanden die Gnome.

Bis eines Tages ein Teufel aus den Elf Höllen dem König der Gnome ein Angebot machte. Ein sehr großzügiges Angebot.

Das Angebot des Teufels

Der Teufel schwor, dass er die Gnome tief in den krakovischen Wäldern in einem Dutzend weit verstreuter Dörfer verbergen würde. Außerdem würden die Dämonen und Teufel der Elf Höllen, die Erinyen und Stachelteufel und Bartteufel in ihren vielen Variationen, diese Dörfer als Schutz gegen Baba Jaga umgeben. Die Kreaturen der Hölle würden das ganze Volk der Gnome beschützen – für einen kleinen Preis in Blut und Seelen.

Es spricht Bände über das Grauen, das Baba Jaga in den Gnomen erweckt hat, dass dieser Pakt aus Sicht der Gnome, es wert war, ihn einzugehen. Zu ihrer Verteidigung muss man sagen, dass die einzige Alternative darin bestand, langsam in Baba Jagas Kochtöpfen ausgelöscht zu werden. Und so versprachen sie sich der Hölle und sie machen seitdem das Beste draus.

Die höllischen Gnome heute

Einmal im Monat bringen die Gnome ein Blutopfer dar. Wenn keine Fremden in ihre aufgeräumten kleinen Städte kommen, müssen sie einen der ihren aufgeben. Schläger, Illusionisten und Verzauberer der Gnome ziehen durch Straßen und Tavernen und unterhalten Reisende. Einige dieser Reisenden folgen einem freundlichen Gnom in den Wald oder hören Gerüchte über Reichtümer und Ruhm. Sie werden neugierig auf das stille Land unter den Kiefernzweigen. Jemand wird immer neugierig, wenn die Gnomenbarden eine Geschichte erzählen.

Besucher im Wurmwald sind extrem selten geworden und wenige stören die Gnome heute in ihren tiefen Kiefernwäldern. Die Gnome halten ein Dutzend Dörfer und kleine Städte im Osten von Krakova. Sie sind gut geordnet und haben hübsche Gärten, ordentliche Stadtplätze und Fachwerkhäuser. Sie arbeiten hart als Gerber von Kalbsleder und lederner Jagdkleidung. Gnomenfrauen weben zweckdienliche Wollstoffe und die Gnomen-Köhler stellen den Brennstoff her, um die dunklen Nächte zu erhellen und die heißesten Brennöfen außerhalb der Eisenklippen zu befeuern. Töpfer prügeln sich um die farbenfrohen Glasuren der Gnome und Hausfrauen lieben die kleinen Küchenmesser aus Niemheimer Stahl. Die Gnome produzieren verdächtig feines Pergament in unglaublichen Mengen, genug um die Schreibstuben der Magokratie von Allain zu füllen. Niemand hinterfragt ihre Quellen oder Methoden.

In letzter Zeit und mit großer Sorgfalt haben die Gnome mehrere Methoden entwickelt, um den Wurmwald zu verlassen, ohne gefressen zu werden. Ihr König hofft, die Sache mit der großen Hexe richtigstellen zu können, während ein verschlagener Hexenmeister Eicheln und Grassamen aus dem Wald mit infernalischer Magie erfüllt hat – böse Gehölze wachsen überall auf der Ebene und erweitern so das Territorium der Gnome.

Die Gnome haben noch immer Feinde, doch Baba Jagas Augen sind in ihrem Land blind. Im Frühling reiten manchmal plündernde krakovische Darakhul mit halb betrunkenen Khazzaki-Kundschaftern in den Wald und stehlen Schafe oder reisende Kesselflicker. Aber diese Untoten und die wilden Zentauren, die Niemheim ohne Erlaubnis betreten, verschwinden in dem Wald. Nicht lange danach wird eine neue Ladung hervorragender Talgkerzen, perfekt geschärfter Messer und ordentlich reparierter Tuniken auf eine zwergische Maultierkarawane nach Vidim oder Morgau geladen und die Gnome werden ein bisschen reicher.

Das Land der Gnome wird von ihrer Furcht vor Baba Jagas Zorn bestimmt und seine Leute hausen still und bescheiden zwischen den dunklen Zweigen des Wurmwalds. Der Wald ist eines ihrer bestimmenden Elemente; sie schlagen Holz und exportieren es in vielen Formen ins Blutkönigreich und nach Vidim, doch die Bäume sind weit wichtiger für das Gefühl des Schutzes, das sie den Gnomen geben. Ihre kleinen und zwei großen Städte sind halb über der Erde und halb darunter und leicht zu übersehen, wenn sie vollständig von Feenmagie verdeckt sind. Es scheint, als ob die Gnome wollten, dass jeder sie und ihre Wäldern ignoriert.

So ist das Leben unter den dunklen Zweigen der Wälder von Niemheim.

König Rotbart

Der König der Gnome will nichts mehr, als Frieden mit Baba Jaga schließen, die Ketten der Teufel zerreißen und sein Volk von der höllischen Erlösung befreien. Er ist unglaublich pragmatisch und auch, wenn die Jahre des diabolischen Einflusses ihn und seine Untertanen verändert haben, sehnt sich das Herz des Königs nach Freiheit. Das Abkommen beschützt die Gnome vor Baba Jagas Zorn, doch der Preis ist hoch und unbarmherzig. Er hat mitansehen müssen, wie sich die Schläue seines Volks in Bösartigkeit verwandelt hat, ihre Weisheit in Gehässigkeit und ihr Einfallsreichtum in Blutgier.

Viele an seinem Hof teilen seine Gefühle für die Diener der Hölle, doch andere tun dies nicht. Sein Volk ist gespalten zwischen jenen, die leben wollen, als würde es den Pakt nicht geben, und jenen, die sich an seinen bösen Konsequenzen ergötzen. Rotbart tut, was er muss, um den uralten Pakt zu erhalten, doch arbeitet insgeheim daran, ihn zu brechen. Er versucht den Einfluss der Höllen auf Abstand zu halten, doch entkommt er selten der Gesellschaft des grausamen und kultivierten Knochenteufels Botschafter Xingat. Der Teufel ist eine ständige Erinnerung an die Opfer und Taten, die die Höllen verlangen, um den Blick der großen Hexe fernzuhalten.

Rotbart ist für einen Gnom groß und eindrucksvoll. Sein langer Bart kräuselt sich zu fünf flammenartigen Spitzen. Ein tiefes, glutfarbenes Licht geht von seinem Bart aus und wohin er auch geht, folgt ihm wehende Asche. Sein Gesicht trägt tiefe Falten und nur selten legt er nicht die Stirn in Falten. Er trägt die Wurmwaldrobe, ein magisches Gewand, das aus lebenden Moosen und Pilzen besteht. Man sagt, die Robe gewähre dem König die Macht, mit gewaltiger Geschwindigkeit durch den Wald zu reisen, in dem er zuhause ist. Er trägt ein Zepter, das aus einem Hirschgeweih gemacht ist; jede Spitze des Zepters gewährt dem König Zugriff auf einen mächtigen Zauber und an jeder Spitze brennt eine andersfarbige Flamme.

Die Opferschale

König Rotbart hat das Schicksal seines Volkes nicht dem Zufall überlassen. Er hat eine Strategie entwickelt, um Frieden mit Baba Jaga zu schließen, und die Arbeit daran hat bereits begonnen. Tief im Herzen des Wurmwalds, verborgen vor den Augen seines Volkes und der teuflischen Wanderer, die hier unterwegs sind, arbeitet der König an der Erlösung. In einer riesigen unterirdischen Höhle, bewacht von treuen Gnomen, die den teuflischen Einfluss ablehnen, wird eine gewaltige hölzerne Schale erschaffen. Die Opferschale wird aus den ältesten Bäumen im Wald geschnitzt und stellt die beste Chance der Gnome dar, ihren höllischen Meistern zu entkommen. Mit der Hilfe einer Tochter der Baba Jaga, einer wunderschönen Vila namens Unera, wird die Arbeit der Gnome vor den Augen der Teufel verborgen. Der doppelt verborgene Bau wurde gerade erst begonnen und wenn er vollendet ist, soll die Schale mit dem Blut unschuldiger Sterblicher gefüllt werden. Rotbart ist überzeugt, dass diese letzte abscheuliche Tat die große Hexe besänftigen und die alte Übeltat wiedergutmachen wird.

Der König hat die Aufsicht über das Projekt Fürst Drachenruf anvertraut, einem Meisterspion und langjährigen Freund. Drachenruf hat die Opferschale genau im Blick und die Gnome, die sie erschaffen sollen, noch genauer.

Rotbarts verborgener Palast

Der Palast ist gleichermaßen Verwaltungszentrum für Rechtsprechung und die Anfragen von Höflingen, als auch eine militärische Festung, die mit arkaner Macht gut gegen Schattenmagie, Erkenntnismagie und Hellsehen geschützt ist. Rotbarts persönliche Wache umfasst mehr als 200 erfahrene Zauberstäbe und Klingen, die alle den Thron gebeten haben und einen Bluteid schworen, Seiner Majestät als die Irregulären Ehrenmänner dienen zu dürfen.

Die Präsenz von Teufeln und höllischen Botschaftern im Verborgenen Palast ist für Besucher sehr lästig (sie sprechen nur Infernalisch und sind manchmal von eingebildeten Beleidigungen gekränkt). Wege zu den Ebenen sind im Verborgenen Palast allgegenwärtig und der Zusammenfluss arkaner Kräfte ist hier sehr stark.

Illusionen mit Wucht

Der Einfluss der Elf Höllen beeinflusst die Magie im Königreich der Gnome, vielleicht als Teil des höllischen Schutzes gegen Baba Jaga.

Alle Illusionen, die in Niemheim gewirkt werden, sind extrem mächtig und viel schwieriger zu entdecken als üblich. Man sagt, dass Zauberwirker unter den Zweigen des Wurmwalds sogar von ihren eigenen Illusionen hinters Licht geführt worden seien! Die Gnome allerdings sind besonders resistent gegen Illusionsmagie und sie durchschauen alles bis auf die mächtigsten Zauber.

Rotkappen und Wurzellinge

Während König Rotbart auf eine Audienz bei Großmutter Baba Jaga hinarbeitet, hat eine schlaue Versammlung von Gnomen mehrere Methoden entwickelt, um sicher aus dem Wurmwald zu reisen. Die erste Strategie nutzt einen merkwürdigen Hut, der aus Stücken des Waldbodens gemacht wird. Die Rotkappen von Niemheim werden erschaffen, indem man Pilze, kleine Pflanzen und Flechten, die im Wurmwald heimisch sind, auf einem einfachen Leinenschal wachsen lässt. Sobald der Bewuchs stabil genug ist, wird die Kappe fest unter dem Kinn des Trägers zusammengebunden. Ein Gnom, der einen dieser lebenden Hüte trägt, hat die Möglichkeit, den Wald zu verlassen, ohne Großmutters immer wachsamen Blick auf sich zu ziehen. Den Hut am Leben zu halten, ist die größte Herausforderung und die langsame Herstellung bedeutet, dass nur wenige Gnome den Wald erfolgreich verlassen haben. Das Schicksal der Gnome, die von Großmutters Schergen gefangen genommen werden, ist unbekannt, doch grauenvolle Theorien sorgen dafür, dass nur die Tapfersten die Rotkappen anlegen und es wagen, über die Ebene zu reisen.

Die zweite Methode, weit hinterlistiger als die erste, bringt eine neue Gefahr auf die Rothenische Ebene. Halivimar der Verkohlte (CB gnomischer Hexenmeister, Stufe 10), ein blinder Hexenmeister, der in einer Hütte aus Schädeln außerhalb von Hexen lebt, hielt während einer Mondfinsternis Zwiesprache mit seinem höllischen Schutzherrn. Auf seiner meditativen Reise durch die Elf Höllen hatte er eine Vision des Wurmwalds, der energisch wuchs und sich bis ins Wandernde Reich ausbreitete. Ein teuflischer Plan wurde geschmiedet. Halivimar forderte die Gefangennahme eines Dutzends gutherziger Feenwesen. Sobald die armen Kreaturen in Käfigen saßen, mahlte er sie lebendig in einem quälenden Mörser. Die entstehende Sauerei wurde getrocknet und in dunklen Ritualen verwendet, um das Wachstum einiger Bäume und Büsche zu beschleunigen. Der Prozess funktionierte perfekt.

Mt Hilfe von tapferen Kundschaftern in Rotkappen, die Zharadnik genannte werden, erschaffen die Gnome nun Haine aus teuflischen Bäumen auf der Rothenischen Ebene. Diese kleinen Außenposten aus wucherndem Wald werden als „Wurzellinge“ bezeichnet. Die Zharadnik tragen die beschleunigten Samen so weit sie können. Sobald sie gepflanzt sind, verwandeln sich die Samen in weniger als einem Tag in einen ausgewachsenen Wurzelling. Die Durchschnittsgröße eines Wurzellings beträgt nicht mehr als 500 Quadratmeter. Halivimar arbeitet daran, die Größe seiner höllischen Haine auszuweiten, doch ist er durch mangelnde Zeit und die wenigen Feenopfer, die ihm für seine Arbeit zu Verfügung stehen, eingeschränkt.

Etablierte Wurzellinge bestehen aus etwa 20 Gnomen, die in einfachen Hütten leben. Sie werden von anderen Völkern der Ebene gemieden, doch die Khazzaki tauschen manchmal ihre Beute gegen Kräuterumschläge.

Baum von Sulf

Zur Freude (und zum Grauen) der Gnome ist der schreckliche Baum von Sulf einige Kilometer südlich des Wurmwalds gewachsen.

Das ihn umgebende Gehölz aus Bäumen und Pilzen wimmelt von Spree-Dämonen und Finstersteinen. Die Gnome haben diesen Wurzelling beschützt, denn der Baum von Sulf in seiner Mitte ist ein korrumpierter Weltenbaum: eine große und dicke Eiche mit kränklich gelber Rinde, deren Wurzeln Nährstoffe aus den Elf Höllen ziehen. Seine Zweige drehen und winden sich, die Blätter sind schwarz und blutrot und sein schwefelartiger Gestank ist kilometerweit wahrnehmbar. Teuflische Botschafter nutzen ihn als Abkürzung, um aus ihrer Heimat in der Hölle hierher und zurück zu kommen. Die Gnome sammeln die schwelenden Eicheln des Baums und entziehen ihnen ihre Magie, um ihre Messer und Fellrüstungen zu verzaubern. Das Berühren der Eicheln ist extrem gefährlich. Die Gnome müssen dicke Lederhandschuhe tragen, wenn sie sie in die Hand nehmen. Einige gnomische Alchemisten haben entdeckt, dass die Eicheln abgekühlt zu schwefelhaltigem Alkohol fermentiert werden können, den sie für hohe Preise auf den Märkten in Holmgard verkaufen. Die langfristigen Auswirkungen dieser Art von Alkoholkonsum sind nicht bekannt.

Am bedrohlichsten sind aber die höllischen Reisenden, die manchmal aus den Zweigen des Baums nach Mythgart eindringen. Die Monster werden willkommengeheißen und verehrt. Sie bleiben entweder in der Gesellschaft der Gnome oder reisen zum fernen Dämonenberg. Wie unregelmäßig dieses Erscheinen ist, lässt vermuten, dass die Portale, die sich im Baum von Sulf befinden, nicht beständig sind. Zobelhorn, ein hochrangiger gnomischer Kleriker des Chernobog, leitet die Bemühungen, die feurigen Portale zu stabilisieren und reist oft zum Baum, um die grauenvollen Rituale zu überwachen.

Finstersteine

Auch wenn der Wurmwald hervorragenden Schutz vor ihren Feinden bietet, erfinden die Gnome von Niemheim neue Verteidigungsmechanismen für ihre Städte im Wald. Zu den wichtigsten gehören die schrecklichen und bösartigen Finstersteine. Diese grausigen Ansammlungen von Stein, Holz, Knochen und Eingeweiden sind überall im Wald aufgestellt, aber vor allem an den Rändern ihres Territoriums zu finden. Diese magischen, bewegungslosen Konstrukte sind gleichermaßen Alarmsystem, als auch Abschreckung und stellen die erste Verteidigungslinie gegen Eindringlinge dar.

Ein typischer Finsterstein besteht aus einem Ring angespitzter Stöcke, auf die die verwesenden Gedärme von Niemheims Feinden aufgespießt sind. Die Stöcke umgeben eine krude, kauernde Gnomengestalt aus Steinen und Knochen. Das Gesicht der Statue hat die Fähigkeit, magisch ihren Ausdruck zu ändern; neutral und einladend für die, die die Erlaubnis haben, den Wald zu betreten, oder finster und bedrohlich für Eindringlinge. Die Finstersteine übermitteln Information an ihre Erschaffer und warnen nahe Gemeinschaften, dass jemand oder etwas in den Wurmwald eingedrungen ist. Der teuflische Eindringling Botschafter Xingat erfreut sich sehr daran, bei der Erschaffung von Finstersteinen mitzuwirken. Er betrachtet sie als große Kunstwerke und hat persönliches Interesse an ihrem Erhalt.

Während die meisten Finstersteine nur Zeugen sind, die Eindringlinge einschüchtern sollen, sind einige weitaus mächtiger. Diese mächtigen Wächter sind mit Höllenfeuer aufgeladen und entfesseln brennende Strahlen aus ihren Augen, während sie verderbte Verwünschungen in der Sprache der Teufel kreischen. Diese gefährlichen Konstrukte kann man am leichtesten an den belebten Köpfen erkennen, die auf den sie umgebenden Pfählen stecken. Die anstelle von Eingeweiden und Sehnen angebrachten Köpfe gefolterter Opfer schnappen und heulen, wenn der Finsterstein aktiviert wird. Die Kombination aus höllischem Feuer und dem Flehen der plappernden Verdammten reicht meist aus, um selbst die tapfersten Helden abzuschrecken.

Gnomennamen

Die Gnome spiegeln ihre Paranoia im gewissen Maße in ihren Namen und darin, wie sie sich vorstellen, wider. Sie behaupten, niemals ihre wahren Namen zu verwenden: Sie stellen sich mit Ausflüchten vor und sagen Dinge wie „Ich bin ein Meisterschmied, und du kannst mich Zunderfunke nennen“. Ihre wahren Namen verwenden sie nur unter Familienmitgliedern und ihren engsten Freunden. Selbst ihr König verwendet einen Decknamen für die Öffentlichkeit; sein wahrer Name ist ein Geheimnis, das seine Frau und seine Töchter wahren.

Namensgebungszeremonien sind wichtige und geheime Feierlichkeiten. Zu einer solchen eingeladen zu werden, ist ein Zeichen, dass der Gnom dir das Leben seines Kindes anvertraut, denn sie glauben, dass Baba Jaga jeden Gnom finden und töten kann, dessen wahren Namen sie herausfindet.

Große Stadt Holmgard

Die Stadt Holmgard ist die menschlichste und zugänglichste Siedlung von Niemheim. Sie wurde vor langer Zeit von nordischen Abenteurern aus den Zwergenfesten gegründet und fiel für Jahrhunderte in menschliche Hände, bis die Elfen kamen. Diese Tage sind aber lange vorbei und die Gnome haben die Tempel für die Anbebtung ihrer dunklen, furchterregenden Götter umgewandelt. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Stadt groß genug, um Angriffe von allem, was keine ganze Armee von Nordländern ist, abzuwehren. Als Handelszentrum für Waren aus und in den fernen Süden und Osten sieht Holmgard Reisende aus fernen Landen sowie Elfen und Zentauren von der Rothenischen Ebene. Expeditionen in ferne Reiche brechen über die Ebene von Holmgard und Volvyagrad aus auf, vorbei an wilden Scharen von Khazzaki und Zentauren, auf der Suche nach Reichtümern auf der Grasstraße oder in den strahlenden Wüstenstädten des fernen Südens. Enklaven von Kaufleuten verleihen der Stadt eine exotische Atmosphäre.

Trotz ihrer äußerlichen Offenheit ist Holmgard die Gnomenhauptstadt und ihr Verborgener Palast ist, nun, verborgen. Gnome, die in den Palast eingeladen werden, erhalten diese Einladungen im Morgengrauen und es wird erwartet, dass sie durch die Straßen wandern, bis sie (irgendwie) auf einem magischen Pfad in den Palast gerufen werden. Nicht-Gnome, die eine Einladung erhalten, brauchen einen Gnomenführer, um den Palast zu finden, und werden mit verbundenen Augen auf Eulen transportiert.

Metropole von Volvygrad

Diese heruntergekommene Stadt am Fluss wird durch das sumpfige Umland sowie von einem großen Burgwall aus Erde geschützt, der von einer Mauer aus Holz und Schilden gekrönt wird. Zentauren haben gelernt, dass der Sumpf überall Gefahren birgt und dass gnomische Angreifer bei Nacht würdige Gegner sind, und ihre teuflischen Verbündeten sogar noch mehr. Menschen und Zwerge sind auf den Straßen relativ häufig, Zentauren ein wenig seltener (und sie verlassen sie vor Einbruch der Nacht, wenn das Wetter nicht wirklich schrecklich ist). Viele der Menschen in Volvyagrad sind Kariv des Kalder-Klans, die den Gnomen manchmal als Kundschafter, Wahrsager und Entführer dienen. Die Stadt ist ein Handelsposten, in dem Seide, Felle und Pferde aus dem Osten gegen Salz, edle Wolle, Eisenbarren und gesalzenen Kabeljau aus dem Westen getauscht werden. Sie wird vom Metropoliten des Mammon regiert und Handel und Steuern sind seine Aufgaben. Ohne Volvyagrad würde es nicht genug Gold geben, um den Gnomenkönig zu erfreuen.

Kleinere Städte von Niemheim

Die Städte im Wurmwald sind kaum bekannt und manche werden niemals von Fremden aufgesucht. Dorograd und Überlauten sind noch am meisten nach außen fokussiert.

Dorograd

Dorograd, ein Zentrum der Informationsbeschaffung, steht auf einem kleinen Hügel mit Blick auf die Rothenische Ebene im Süden.

Besucher laufen große Gefahr, entführt und als Opfer dargebracht zu werden. Hier gibt es zahlreiche erfahrene Kundschafter, Barden und Entführer. Gestohlene Kinder, so sagt man, werden nach Dorograd gebracht, um sie den finsteren Gnomengöttern im großen Tempeldistrikt zu opfern.

Hexen

Tief im Herzen des Waldes von Niemheim ist die von Gerüchten umwobene Stadt Hexen nur Gnomen zugänglich. Sie soll die Heimat einer Schule von Hunderten gnomischer Magier und Hexen sein, die für den König neue Zauber erschaffen und Diener beschwören, aber niemand ist sich wirklich sicher, was hier vor sich geht. Der letzte Reisende, der die Stadt besuchte, kam vor 150 Jahren mit einem Bericht zurück.

Hellersbad

Diese kleine Stadt, in der sich der Sommerpalast des Königs befindet, ist das Zuhause von Gelehrten, Gnomen, die in den Niederengen fischen, und nicht viel mehr. Die Stadt ist selbst nach gnomischen Standards verschlafen.

Janosgrod

Janosgrod, eine Holzfällerstadt nahe eines beträchtlichen Mithralvorkommens, ist eine gut verteidigte Stadt mit großen Schmieden. Die meisten magischen Gnomenklingen tragen ihr Symbol, ein Dreieck in einem Kreis.

Königsheim

Königsheim, das an der Mündung des Flusses Brocken liegt, ist ein wichtiges gnomisches Zentrum für Handel, Finanzen und Religion. Die Stadt ist berühmt für ihr Kirschwasser und die Schwarze Nadel, den gewaltigen Tempel des Chernobog, der sich hier befindet. Die Nadel besteht komplett aus schwarzen Ziegeln und ist stets erfüllt von Gebeten. Königsheim ist das Zuhause eines bedeutenden Ordens dunkler Kavaliere und (so sagen manche) Anti-Paladine. Die Gnomen- Kavalliere nennen sich selbst die Höllensporen.

Ostzig

Dieser kleine Handelsposten ist das gnomische Marinezentrum und Heimathafen einiger schneller Schiffe. Die Gnome handeln wenig mit anderen, doch ihre Expeditionen bringen manchmal ein Vermögen in die Nordlande, nach Vidim oder in die Herzogtümer von Dornig. Sie verlassen nie die Niederengen.

Überlauten

Diese Stadt von Soldaten, abgerichteten Wölfen und ständigem Misstrauen ist das Tor nach Krakova, Courlandia und dem Westen jenseits des Grenzlands. Die Gnome erwarten offensichtlich eine Invasion, denn die Stadt ist gut befestigt und ihre Mauern verzaubert.

Abenteuer in Niemheim

Die häufigsten Abenteuer in Niemheim drehen sich um Jagden im Wald oder verdeckte Kriegsführung gegen gnomische Intrigen.

– Eine Kariv-Matriarchin bietet eine Belohnung dafür, einen verdorbenen Gnom, der in der Umgebung gesehen wurde, zu jagen und zu töten.

– Die Abenteurer müssen den Zharadnik einfangen, ehe er die beschleunigten Samen einpflanzen kann.

– Ein Zentauren-Schamane braucht einen Finsterstein, um ihn zu studieren. Er bietet den Abenteurern hochwertige Ausrüstung an, wenn sie einen Finsterstein stehlen und zu ihm bringen.

– Ein Khazzaki-Lager wurde von Teufeln und Gnomen überfallen. Viele wurden in einen nahen Wurzelling geschleppt. Jedem, der bereit ist, den Wurzelling anzugreifen und die entführten Reiter zu retten, werden wahre Reichtümer angeboten.

– Die Gruppe wird von Kaufleuten in Vidim angeworben, um sie auf einer schrecklichen Reise in die Stadt Holmgard zu eskortieren. Wenn sie ankommen, werden sie von König Rotbart eingeladen, der ihnen Magie anbietet, wenn sie dafür Botschafter Xingat töten. Auch wenn der Botschafter zurückkehren wird, plant der König, die Zeit zu nutzen, um seine geheimen Intrigen, die den Teufelspakt brechen sollen, voranzutreiben.

– Baba Jaga hat davon erfahren, dass König Rotbart Geschäfte mit ihrer Tochter macht. Sie bieten den Abenteurern einen Segen an, wenn sie herausfinden, worüber ihre Tochter mit dem König gesprochen hat. Die Abenteurer werden in die Angelegenheiten und Machenschaften des Königs, der Vila und der großen Hexe selbst hineingezogen.