Perunalia, das Herzoginnentum von Peruns Tochter

Symbol
Ein roter Schild mit blauem Blitz und steigendem weißen Löwen
Herscher
Ihre Göttliche Transzendenz, die Herzogin Vasilka Soulay (RN menschliche Klerikerin, Stufe 20 [Perun])
Wichtige Persönlichkeiten
- Baronin Kialora Sarsz von Sephaya (RN Menschenfrau)
- Baronin Renloryn Perkenla von Orkasa (RG menschliche Magierin, Stufe 7)
- Baronin Oshera Maltare von Clarsaya (RG menschlicher weiblicher Paladin, Stufe 8 [Perun])
- Lynasha Perunisis, Großpaladin des Ordens der Weißen Löwen (RG menschlicher weiblicher Paladin, Stufe 21 [Perun])
- Hohepriesterin Connisal Delore (RN menschliche Klerikerin, Stufe 14 [Perun])
- Ihre Radianz Eudora Glasren (NG menschliche Klerikerin, Stufe 12 [Lada])
- Aglaii Soulay, Herrin des Turms von Clarsaya (RG menschlicher weiblicher Paladin, Stufe 14 [Perun])
- Oberkommandeurin Shihara Poulimas (RG menschlicher weiblicher Paladin, Stufe 20 [Perun])
- Ogolai Kiyat, Hohepriester der Grünen Götter (CG Zentauren-Kleriker, Stufe 9 [Yarila und Porevit])
Bevölkerung
190.500 (186.000 Menschen, 4.500 Zentauren)
Hauptstadt
- Sephaya, Bevölkerung 20.500 (19.600 Menschen, 900 Zentauren)
Städte
- Orkasa, Bevölkerung 12.500 (12.000 Menschen, 500 Zentauren)
- Clarsaya, Bevölkerung 7.600 (allesamt Menschen)
Siedlungen
- Portocale, Bevölkerung 4.200;
- Austerhafen, Bevölkerung 2.300
- Haus der Eulen, Bevölkerung 1.200
Burgen
- Donnersitz
- Weiße Zitadelle
Große Götter
- Perun (Schutzgott)
- Baccholon
- Lada
- Yarila und Porevit
- Sif
Handelswaren
- Edles Tuch
- göttliche Magie
- Fisch
- Möbel
- Honig
- Orangen
- Schmuck
- Austern
- Bauholz
Diese Nation starker und wunderschöner Frauen liegt an der Quelle des Flusses Argent. Das Herzogtum von Peruns Tochter, wie Außenstehende es nennen, liegt mehrere Tagesreisen flussabwärts von der Freien Stadt und ist ein Land, das aus zwei Gründen von Interesse für Zobeck ist: Die Nation kontrolliert die Verbindung des Argent zu den Land- und Handelsstandorten an den Küsten der Rubinsee; und ihr matriarchalisches und matrilineales Land wird von der Halbgöttin Vasilka Soulay regiert, der Tochter des Perun, Gott des Krieges und des Donners und der größte Gott des Ostens.
Allerdings ist Peruns Tochter nicht wie ihr Vater und die Halbgöttin kommt nach ihrer menschlichen Mutter, einer Frau namens Mutter Illyena.
Vasilka ist eine weise und gebildete Frau sowie eine Halbgöttin der Tapferkeit, des Lehrens und der strengen Gnade. Sie erbte ein Verständnis für Kriegstaktiken von ihrem Vater und dieses Geschenk hat das Herzogtum bei zahlreichen Gelegenheiten gerettet.
Perunalia ist klein, wird aber gut regiert: es ist durch den Handel mit Fischen und Austern aus der Flussmündung, mit Holz, Handwerkswaren und feiner Edelsteinarbeit sowie göttlicher Magie reich geworden. Nichts davon wird das Land jemals zum Ruhm bringen, doch sind die Bewohner glücklich, gesund und haben Zeit, um nachzudenken, zu handeln und sich der Kunst zu widmen.
Abgesehen von der Magokratie von Allain ist Perunalia das Land mit der besten Bildung, der größten Belesenheit und guter Aufzeichnungen aus der alten Zeit, wie man es von einem Land erwartet, das einst Sitz des elfischen Imperiums war, als der Goldene Hof in den Sommergärten im Gennecka-Wald stand. Die Bildung des Herzogtums konzentriert sich nicht auf arkane Themen, sondern auf praktische Fragen der Mathematik, Botanik, Landwirtschaft und Architektur, alles, was dazu beiträgt, die Felder und Bewohner des Herzogtums zu stärken. Die Königliche Konytari, die Bibliothek in der Hauptstadt, ist ein Flügel des Königspalasts; sie steht der Öffentlichkeit jeden Tag der Woche offen. Die Perunalier nehmen Adelstöchter aus der ganzen Kreuzungs-Region, aus dem Magdar-Königreich und dem Größeren Herzogtum von Morgau in ihre Akademien auf, niemals jedoch männliche Schüler. Zobecks Azeleanara Perunisis, eine perunalische Auswanderin im Ruhestand, finanziert mehrere Jahresstipendien für würdige Mädchen, damit sie Sephayas Schulen besuchen können. Seltsamerweise werden Religion und Theologie vergleichsweise vernachlässigt. Ihre Göttliche Transzendenz, die Herzogin Vasilka, gewährt einer kleinen Priesterschaft Segnungen und beantwortet ihre Gebete, doch die meisten ihrer Anhänger folgen auch den Grünen Göttern und verehren Lada sowie mehrere der anderen großen Götter.
Vasilkas Macht stellt ein Bollwerk gegen die Zentauren und Banditen des Rubindespotats dar, gegen die drachenblütigen Legionen des Mharoti-Reichs und (selten) gegen die verschlagene Kavallerie des Magdar-Königreichs. Die Rivalität zwischen den Magdar und Perunaliern hat nachgelassen, da die Bedrohung der Mharoti vor ihrer Tür steht.
Da plündernde Zentauren, Drachenlegionen und das Rubindespotat alle willens sind, die „schamlosen Frauen“ von Perun wegzuschleppen, fühlen sich die Bewohner des Herzogtums ein wenig belagert. In schwierigen Zeiten haben sie aber in der Freien Stadt Zobeck einen Freund. Ihr Bündnis hat seit 90 Jahren Bestand und ist weiterhin stark. Peruna-
lia ist absolut dazu imstande, sein Volk zu beschützen, doch wirbt das Herzogtum auch ganze Zentaurenklans an, um die Mharoti auf Abstand zu halten – und oft verbündet es sich mit den Magdar gegen das Drachenreich, ihren gemeinsamen Feind. Die perunalische Kriegertradition ist vor allem weiblich: Besucher bemerken oft, wie seltsam es ist, nur weibliche Stadtwachen an den Toren zu sehen, und sind beeindruckt, wenn sie die berittenen Wachen der Herzogin vorbeireiten sehen – jede einzelne eine Frau voller Können und Wagemut. Die typische perunalische Antwort ist ein trockenes „Wir haben keine Ahnung, wie ihr Männern Schwerter und Feuer anvertrauen könnt, wenn man bedenkt, was sie damit machen“. Die mächtigsten ihrer Beschützer sind die Amazonen von Perunalia.
Frauen, die aus dem Despotat, dem Blutkönigreich oder Magdar-Königreich an die Grenzen des Herzogtums geflohen sind, werden willkommen geheißen und können als Soldatinnen, Weberinnen und Bauersfrauen arbeiten.
Die perunalischen Generäle und Marschälle des Ordens der Weißen Löwen – einer Gesellschaft von weiblichen Paladinen – sind versiert genug, um in Kriegszeiten Männer und Frauen gleichermaßen einzuziehen. Die Männer, so sagt man, werden von der Tapferkeit der Amazonen, die sie anführen, zu größerem Mut inspiriert.
Das Herzogtum ist nicht ausschließlich großartig erleuchtet, selbstlos und weise; die Kaufleute von Zobeck betrachten die Perunalier als besonders scharfsinnige Kaufleute, die manchmal Waren gewaltsam nehmen, um ihre Truppen zu ernähren, oder Verträge mit vorgehaltenem Schwert aushandeln. Das Herzogtum ist ein Reich wie kein anderes und seine Bewohner würden es auch nicht anders haben wollen.
In Perunalia werden Männer als das schwächere Geschlecht behandelt, mehr aufgrund ihrer angenommenen geistigen Fähigkeiten und weniger aufgrund ihrer körperlichen. Die Herrscherinnen sind der Ansicht, dass Männer zu sehr von Gefühlen wie Neid, Zorn und sexueller Lust getrieben sind, um ernsthaft Pflichten des Krieges, des Regierens und des Handels übernehmen zu können. Männer übernehmen somit Aufgaben der Kindeserziehung, der Haushaltsführung und bestimmte körperliche Arbeiten, bei denen ihnen ihre körperliche Stärke einen Vorteil verleiht. Harte Arbeit besänftigt sie, sodass ihre Emotionen gezähmt werden und sie empfänglicher zur Fortpflanzung sind. Männer dürfen kein Eigentum besitzen und keine formelle Bildung erhalten.
Handel und Handwerk, Bergbau, Militärdienst, Bildung und die meisten anderen Berufe stehen nur Frauen offen, doch Perunalias Männer können in bestimmten Berufen ausgebildet werden, zum Beispiel als Schmiede, Bauern, Schiffsbauer, Holzfäller, Tierzüchter und so weiter. Ihre Ehefrauen verwalten das Geld, das sie mit solchen Arbeiten verdienen, und bieten den erforderlichen Schutz.
Herzogin Vasilka Soulay
Ihre Göttliche Transzendenz verbringt viel Zeit in Kontemplation und Studium. Sie ist eine gerechte Herrscherin und Schutzherrin des Lernens und der Künste. Sie hat ein starkes Interesse an Kunstgegenständen aus den Sieben Städten und sammelt Töpferwaren, Skulpturen und Gemälde aus ganz Mythgart. Sie glaubt, dass alle Schüler solche Arbeiten betrachten können sollten. Sie hat großen Respekt vor Barden und lädt oft Bardinnen nach Sephaya ein. Einige entscheiden sich zu bleiben.
Vasilka hat noch nicht geheiratet und Erben empfangen, da sie zu sehr von ihren täglichen Studien gefesselt ist. Sie soll mehere Eunuchen-Liebhaber haben, empfand aber noch keinen Mann als ausreichend interessant, um ihren langfristigen Schutz und Versorgung zu gewährleisten, geschweige denn ihre Aufmerksamkeit. Das hält ihre Baroninnen und Priesterinnen nicht davon ab, sie zu drängen, endlich zu heiraten und einen Erben zu zeugen.
Städte und Siedlungen von Perunalia
Die Städte von Perunalia werden gut regiert, mit lokalen Herrscherinnen und Herzoginnen, die stolz sind, ihrem Volk zu dienen. Ihre Städte haben oft noch gut erhaltene Elemente der Elfenzeit unter dem Adlerkaiser.
Sephaya
Sephaya, eine uralte Stadt der Elfen, war kurzfristig eine elfische Hauptstadt, die beim Großen Rückzug verlassen wurde. Im Augenblick wird die Hauptstadt häufig von den Mharoti belagert. Sephaya ist für seine wunderschöne Architektur und seine aufwendigen Gärten bekannt, um die sich 100 Gärtner aufopferungsvoll kümmern. Man sagt, dass die Herzogin in den Gärten manchmal mit Lada, Sif, Yarila sowie Porevit spricht.
Das Palast der Herzogin enthält die Perunalische Palastbibliothek. Mehrere eindrucksvolle Akademien stehen im Kreis um das Außentor des Palasts und bilden das Zentrum der Bildung in der Hauptstadt. 25 Prozent der weiblichen Bevölkerung von Sephaya können lesen und schreiben, was einer der höchsten Prozentsätze in Mythgart ist. Alle Mädchen dürfen die Schulen besuchen, aber nicht alle Familien betrachten Bücherwissen als wichtig für die Zukunft ihrer Töchter. Viele ziehen es vor, stattdessen die Kunst des Krieges zu erlernen; Bogenschießen wird jungen Frauen ab einem Alter von 14 Jahren beigebracht, manchmal noch früher.
Clarsya
Eine kleine Stadt am Zusammenfluss des Argent und des Palesh, die einmal eine kleine Elfensiedlung war. Clarsaya verfügt noch immer über einen großen Turm, der einen hervorragenden Blick bis zum Horizont erlaubt –dieses Bauwerk definiert die Stadt. Die aktuelle Herrin des Turms ist Aglaii Soulay, eine Cousine der Herzogin. Aglaii ist ein hochrangiger Paladin im Orden der Weißen Löwen und Kommandeurin der nördlichen Vorhut, die hier gegen die Zentauren aufgestellt wurde. Sie ist für ihre gute Beziehung zu den Zentauren der Region und ihren Vertrauten, einen himmlischen Pseudodrachen, bekannt. Die Weiße Zitadelle, die Ausbildungsstätte für die Paladine der Weißen Löwen, liegt außerhalb der Stadt. Oberkommandeurin Shihara Poulimas herrscht über die Zitadelle.
Orkasa
Eine Stadt, die von Anfang an menschlich war, und ein Handelszentrum mit Verbindungen bis nach Zobeck sowie nach Harkesh und zur Mittelsee. Orkasa ist berühmt für seine Bootsleute, von denen viele aus Kariv-Familien stammen, die mit den ansässigen Perunaliern um die Transportaufträge konkurrieren.
Die Rivalitäten werden manchmal blutig. Aus diesen Grund gibt es einige Spannungen zwischen den Kariv und den Perunaliern in diesem Teil des Herzogtums.
Austerhafen
Ein Fischerdorf, das über eine robuste Steinmauer verfügt, um Bedrohungen durch Plünderer aus dem Rubindespotat und die Mharoti abzuwehren. Bekannt für seine immer atemberaubenden weißen, pinkfarbenen und sogar schwarzen Perlen.
Portocale
Portocale, das für seine Obstbäume und Blumen bekannt ist, ist eine süß duftende Flussstadt, die viele Spuren seiner Tage als elfisches Ackerbaugebiet zeigt. Hier wachsen noch immer Zitronen, Orangen, Haselnüsse und große Rosenfelder für seine Königin und ihr Volk; die meisten werden vor Ort gegessen, doch einige legen als Luxusgüter große Entfernungen zurück.
Ulebain, Das Haus der Eulen
Diese kleine Stadt trägt in der Gemeinsprache noch immer ihren elfischen Namen (Ulebain) und ihre Förster sind mit den Rieseneulen und gewöhnlicheren Eulen des nahen Genneckawaldes vertraut. Ein kleiner Druidenzirkel hat in der Nähe einen heiligen Hain und ein berühmter Tempel des Baccholon steht am Rand der Weinberge. Seine Hüterin, die Priesterin Tiona Hochgras (CG elfengezeichnete Klerikerin, Stufe 5 [Baccholon]) ist eine der wenigen Elfengezeichneten in Perunalia.
Örtlichkeiten in Pernunalia
Die folgenden Örtlichkeiten in und um Perunalia bieten Gelegenheiten für jene, die Abenteuer suchen.
Sturmhof des Perun
Hoch über der Erde liegt der Sturmhof, das buchstsäbliche Zuhause des Gottes des Krieges und Donners, dem Schutzgott des Reichs. Seine dunklen Türme und von Blitzen durchzuckten Hallen stellen ein Refugium für Kriegerinnen dar, die im Dienst für den Kriegsgott umgekommen sind, ein Ort, wo sie jede Nacht feiern und sich am Morgen wieder erheben können, um Perun zu preisen und das Böse niederzustrecken. Auch wenn der Sturmhof einmal im Jahr bei Orkasa erscheint, macht es den Eindruck, als ob Herzogin Vasilka nicht mehr im Stande sei, sein Erscheinen anderswo zu befehlen. Es ist nicht klar, ob dies ein Zeichen für Peruns Missfallen ist, oder ob er nur durch andere Kriege und Gebete abgelenkt ist. Gewiss ist es heiliger Boden und ein Ort, den alle Priesterinnen Peruns im Herzogtum zu besuchen hoffen, um von seinem heiligen Donner gesegnet zu werden und die Stimme Peruns zu hören.
Sommergärten von Königin Osilessi
Tief im Genneckawald liegt eine der abgelegensten Städte des Elfenimperiums von Valera: die Sommergärten von Königin Osilessi, manchmal einfach Osilessidra genannt, nach der Gründerin, wichtigsten Architektin und Herrscherin der Stadt. Königin Osilessi wollte in der Zeit nach der Entstehung der Magokratien im Westen eine „rein elfische“ Herrscherkaste für das Vierte Imperium wiederherstellen und ihre Richter, Gouverneure, Generäle und Verwalter waren allesamt adelige Elfen von makellosem Stammbaum und (in den meisten Fällen) großer Bildung. Sie wollte ihre Arbeit vom Alltag der Bittsteller und Antragsteller lösen, indem sie eine Stadt aus funkelndem Glas, duftenden Rankgittern und beruhigend murmelnder Bäche dort erschufen, wo zwei kleinere Ley-Linien zusammentrafen.
Das machte es für jene, die den Schattenstraßen folgen konnten, sehr leicht, sie zu erreichen und extrem schwer für alle anderen, da die Straßen und Wege durch den Wald wenig mehr als Wildwechsel und Holzstege waren. Osilessidra wurde zum Ort der Harmonie, Freude und der elfischen Künste, aber als die Ley-Linien bebten und sich die Elfen in die Sommerlande zurückzogen, verfiel die Stadt schnell, da sie und die übrigen Bewohner nicht versorgt werden konnten. Sie wird heute von Greifen, die in ihren Türmen nisten, von Drachlingen und Kindern der Dornen bewohnt, sowie von einem kleinen Kader von Gnomen, die sich um die Bibliotheken, den Thronsaal und einige andere Räumlichkeiten der Königin kümmern. Einige sagen, die Schatzkammern würden noch Schätze bergen, die zu schwer oder zu alltäglich waren, als dass die Elfen sie auf dem Rückzug mitgenommen hätten – niemand weiß es genau.
Die Mharoti haben Versuche unternommen, im Gennecka Holz zu schlagen, eine Straße zu erschaffen und einen Außenposten im Wald zu errichten. Pfeile und Zauber von Waldbewohnern haben jedes Mal ihre Anführer mit bemerkenswerter Treffsicherheit getötet. Gesetzlose Druiden, elfgenzeichnete Banditen und eine zurückgezogene elfische Zauberin namens Apfelbaronin verteidigen den Wald im Namen von Königin Osilessi.
Donnersitz
Diese Burg war einst der Sitz der Weißen Löwen, doch wurde sie verlassen, weil verschiedene Spukgestalten und Geister sie jede Nacht angriffen. Die Quelle dieser Heimsuchungen könnte nicht weit im Osten liegen, beim Meister des Dämonenberges. Er scheint die Lage der Burg am Rand der Rothenischen Ebene als bedrohlich zu empfinden oder er hatte einen anderen Grund, einen arkanen Beschwörerkrieg gegen den Ort zu führen. Auch wenn die Aufgabe der Burg schmerzte, wurden die Weißen Löwen nach Süden beordert, um die Magdar nach der Schlacht von Marrocs Stellung bei der Verteidigung zu unterstützen. Donnersitz ist heute ein Stützpunkt für zentaurische Plünderer und wird gelegentlich von einer Kompanie perunalischer Bogenschützinnen oder Kundschafterinnen besucht, die sicherstellen sollen, dass die Burg nicht zu einer dauerhaften Stellung gegen sie wird.
Bogenschießen in Perunalia
Die Schießkünste der perunalischen Frauen sind in ganz Mythgart berühmt und sollen denen der Elfen aus dem Arbonesse ebenbürtig sein – oder sie sogar übertreffen!
Die Tempel erzählen, dass Perun selbst die Amazonen ihr Können mit Pfeil und Bogen gelehrt habe, auch wenn seine gerissenen Töchter seitdem ihre gottgegebenen Fähigkeiten mit Geheimnissen ergänzt haben, die sie von anderen Völkern wie den rothenischen Zentauren, den Windläufer-Elfen und anderen, die sie einer Unterweisung würdig erachten, erlernt haben. Perunalische Frauen essen, schlafen und atmen die Kunst des Bogens; Wer als Frau im Herzogtum nicht über solche Fähigkeiten verfügt, ist eine Ausgestoßene. Mütter schenken ihren Töchtern kleine Bögen mit Pfeilen als Teil des Übergangsritus, wenn die Mädchen 14 werden, und schicken sie zur Ausbildung in die besten Akademien der Schießkunst im ganzen Land. Zusätzliche Übergangsriten folgen, wenn die Mädchen älter werden und bei monatlichen Turnieren bestimmte Fähigkeiten mit dem Bogen unter Beweis stellen. Farbige Federn, die Außenstehende als bloßen Schmuck abtun, geben den Rang einer Amazone als Bogenschützin an. Eine Amazone, die rote Federn trägt, hat ihre Waffe gemeistert.
Die kleinen Turniere stellen für Schützinnen eine Möglichkeit dar, sich zu beweisen und ihre Federn zu verdienen, doch der Herzoginsmarkt, der berühmte Jahrmarkt mit Turnier im Sommer, bietet Gelegenheiten für geladene Schützinnen, sich zu messen und die Gunst der Herzogin zu erlangen. Diese Gunst kann die Gestalt von Ländereien und Titeln annehmen. Die jährliche Gewinnerin wird die Große Maid genannt und sie wird überall, wohin sie geht, von Bewunderern mit Geschenken überhäuft. Die Große Maid Gräfin Marquerra Zorin hält den Titel seit mehr als einem Jahrzehnt.
Abenteuer in Perunalia
Abenteuer in Perunalia handeln von den wagemutigen Taten der Weißen Löwen, dem Kampf gegen Zentauren und Sklavenhändler oder Questen zur Rettung entführter Männer.
Die Gruppe wird gebeten, einen vermissten zehn Jahre alten Adeligen zu finden; er ist aus dem Königspalast verschwunden und seine Aufpasser glauben, dass er durch einem Fluch in eine Katze verwandelt wurde. Vielleicht ist er einfach mit Freunden fischen gegangen, doch die ganze Angelegenheit sollte mit einer gewissen Diskretion untersucht werden.
Die Mharoti kundschaften den Genneckawald aus, um irgendwo in seinem Inneren eine Festung zu errichten. Die Helden werden ermutigt, sie aus der Gegend zu vertreiben.
Die Sklavenhändler von Reth-Saal haben die Bürgermeisterin von Austerhafen entführt und wollen einen Austausch erpressen – einer ihrer DämonenschiffKapitäne soll bald von der Herzogin hingerichtet werden. Eine Rettungsmannschaft muss schnell nach RethSaal aufbrechen, um dem Despotat zu zeigen, dass es teuer werden kann, perunalische Küsten zu plündern.