Das Madgar-Königreich

Symbol

Geviertelt weiß und orange, mit einer roten Khors-Sonne in der Mitte HerrScHer: Ihre Erleuchtete Majestät Königin Dorytta die Schöne, 5. Pferdekönigin und 2. dieses Namens, Kommandantin der Schwarzen Armee, Geliebte des Khors, Herrin von Cronepisht, Marquise des Margreve, Herrin des Argent (RN menschliche Magierin, Stufe 2)

Wichtige Persönlichkeiten

  • Herzogin Baretta von Runkelstad und Erbin des Reichs (NG menschliche Magierin, Stufe 9)
  • Baronin Margit von Sveretska (N menschliche Kämpferin, Stufe 10)
  • Fürst Clarikon der Goldene, Beschützer und Großmarschall des Ordens der Unsterblichen Sonne (RG menschlicher Paladin, Stufe 19 [Khors])
  • Hohepriester Salomonn Csabos (RG menschlicher Kleriker, Stufe 14 [Khors])
  • Seine Luminenz Samuka Szgeny (NG menschlicher Kleriker, Stufe 7 [Lada])
  • Piroska die Weise (NG zwergische Klerikerin, Stufe 11 [Ninkash])
  • Gellert der Grausige von der Scharlachzitadelle (NB menschlicher Zauberer, Stufe 16)
  • Großmarschallin des Ordens des Sturms Larina Perunal (CG menschliche Waldläuferin, Stufe 12)

Bevölkerung

2.703.000 (2.200.000 Menschen, 250.000 Zwerge, 210.000 Kobolde, 40.000 Zentauren, 3.000 Gnome)

Hauptstadt

Cronepisht, Bevölkerung 37.000 (25.000 Menschen, 6.000 Zwerge, 4.000 Kobolde, 2.000 Zentauren)

Städte

  • Sveretska, Bevölkerung 58.000 (52.000 Menschen, 3.000 Zentauren, 2.000 Zwerge, 1.000 Kobolde)
  • Runkelstad, Bevölkerung 29.000 (28.000 Menschen, 500 Rabenvolk, 500 Schattenfeen)
  • Khorsburg, Bevölkerung 14.000
  • Zsigistad, Bevölkerung 9.500
  • Revskaya, Bevölkerung 8.000

Siedlungen

  • Margado, Bevölkerung 6.000
  • Senyerstad, Bevölkerung 4.000
  • Sörut, Bevölkerung 2.500
  • Peltzenheim, Bevölkerung 2.000

Burgen

  • Neusonnenstein
  • Scharlachzitadelle,
  • Smoltenberg
  • Valtros
  • Wagenstein

Große Götter

  • Khors
  • Lada
  • Perun
  • Svarog (Volund)
  • Holda

Handelswaren

  • Wein
  • Branntwein
  • Pfeffer
  • Räder und Fässer
  • Hasel- und Walnüsse
  • Kähne
  • Eichen- und Erlenholz
  • edle Keramik
  • Wolle
  • gesalzenes Schweinefleisch
  • Kupfer
  • Torf

Heute sind die sanften Hügel und Wiesen südlich von Zobeck die Provinzen des Magdar-Königreichs, ein Ort reich an Traditionen des Rittertums und des Krieges, an dem die Witwenkönigin Dorytta jeden Sommer Turniere veranstaltet, und wenn Krieg droht viele Söldner aus den Eisenklippen anwirbt. Die Magdar kämpfen, um Grenzen im Osten gegen die wilden Stämme der Rothenischen Ebene und im Süden gegen die Akinji, die Plänklertruppen und die drachenblütigen Zauberer des Mharoti-Reichs zu verteidigen. Dank dieser ständigen Konflikte sind die Magdar Meister darin geworden, Kriegswägen zu verwenden.

Die meisten Armeen reisen mit einem Tross; die Zwerge ziehen Maultiere vor, die rothenischen Zentauren sind mit dem zufrieden, was sie auf dem Rücken tragen können, und die Armeen des Blutkönigreichs verlassen sich auf Zombies. Alle tragen ihre Waffen, Lebensmittel, Zelte und anderen Vorräte auf die eine oder andere Weise. Die Schwarze Armee der Magdar verwandelte diese logistiche Anforderung in eine Befestigung auf der offenen Ebene, wo sie sich häufig ihren Feinden stellt. Ihre Kriegswägen stellen sich im Kreis auf und werden zu einer hohen Mauer aus eisenverstärktem Holz, ein Bollwerk gegen Angriffe, das einer hölzernen Palisade in nichts nachsteht.

Ihre Kriegswägen stärken die Infanterie der Schwarzen Armee. Armbrüste und sogar Ballisten können hinter den Schießscharten angebracht und abgefeuert werden und ihr Schutz wird durch scharfsichtige Zahnradgeschmiedete und Waldläufer noch verstärkt. Die Werkzeuge und Disziplin dieser Armee machen sie doppelt effektiv; es handelt sich nicht um eine Bauernarmee, sondern ein professionelles Korps, das dem Königreich das ganze Jahr über dient.

Das Magdar-Königreich ist eine Monarchie mit engen Verbindungen zwischen dem Thron, den beiden wichtigsten Ritterorden und den Adeligen des Reichs. Alle Adeligen sind Vasallen der Krone und müssen Truppen zu ihrer Verteidigung stellen, zum gemeinsamen Wohl beitragen und in der Armee dienen, wenn sie gerufen werden. Die meisten Gebiete des Landes sind vereint in ihrer Hingabe an den Glauben an Khors und Lada. Tatsächlich hat die Verehrung Khors nach langen Jahren des Niedergangs neuen Aufschwung gewonnen, als Kaufleute und Gesandte der Schattenfeen in Zobeck und (vor noch kürzerer Zeit) Cronepisht eingetroffen sind. Ihre dunkle Gewandung und Schattenmagie erfüllte die menschlichen Bürger mit Unbehagen und die Priester des Khors bieten hellen, klaren Schutz vor diesen Feen in der Form von Sonnenamuletten, Schutzzeichen für Türen und Fenster und sogar Segnungen, um Feenzauber daran zu hindern, die Sicht von Kaufleuten und Käufern auf den Märkten zu beeinflussen.

Das Ergebnis ist ein stabiles und starkes Königreich, das gute Bündnisse mit seinen Nachbarn hat und im Lauf der Zeit kleinere Staaten geschluckt hat, während es die schlimmsten Angriffe des Mharoti-Reichs abhält. Unter den gewonnenen Ländereien erhielt das Königreich durch die Heirat von König Stefanos mit Dorytta der Schönen aus der Baronie Runkelsheim vor 20 Jahren auch eine kostbare Provinz nördlich des Argent. Ihre überlebende Tochter, Herzogin Baretta, ist Thronerbin und Anführerin der arkan-militärischen Streitkräfte des Reichs, der Stäbe von Runkelstad, auch wenn sie mit 17 Jahren für den Posten sehr jung ist.

Die Alte Baronie von Runkelsheim

Vor der Vereinigung der Kronen in der Person von Königin Dorytta war die Baronie Runkelsheim ein im gewissen Maß unabhängiger Vasallenstaat des Magdar-Königreichs, der Runkelstad und die Ländereien nördlich des Fluss Argents regierte. Er war für seine magische Macht bekannt und seine ständigen Fehden mit Zentaurenstämmen verlieh ihm eine respektable leichte Kavallerietradition, einfach aus der Notwendigkeit haraus. Die Bewohner von Runkelsheim sehen sich immer noch abseits der anderen Regionen des Königreichs; der Titel des Herzogs oder der Herzogin von Runkelsheim wird dem Erben des Magdar-Throns gewährt.

Königin Dorytta

Königin Dorytta trägt den formellen Titel Ihre Illuminierte Majestät, doch all ihre Untertanen nennen sie die Witwenkönigin. Sie hat beide Ehemänner und ihren ältesten Sohn Zsigismond bei der Schlacht von Marrocs Stellung verloren, als die MagdarWägen nach Süden rollten, um Illyria zu unterstützen, und von einer viel größeren Armee unter Befehl des Flammendrachens Glauvistus und seiner beiden Unterstützer, einem FeuerriesenGeneral und einem Wurmherz-Hexenmeister, besiegt wurde. Die Trauer der Königin war sehr öffentlich und das Reich war in Gefahr, da die Mharoti-Armee leicht nach Norden hätte umschwenken können, um Cronepisht oder eine der großen Burgen der Magdar einzunehmen. Stattdessen machte sie sich nach Osten auf, um Illyria zu plündern, doch ist sich Königin Dorytta nur allzu bewusst, dass ihr Reich ebenso zu Asche hätte verbrannt werden können. Als Reaktion darauf schloss sie engere Beziehungen zu Zentauren-Söldnern von der Rothenischen Ebene und heuert seitdem perunalische Bogenschützen und zwergische Steinmetze an, um die Südgrenze des Magdar-Königreichs zu befestigen.

Cronepisht, Krone der Magdar

Die Haupstadt ist ein Juwel, das nicht nur den Königssitz von Königin Dorytta enthält, sondern auch die Kommandatur der Unsterblichen Sonne, deren Weiße Reiter zu allen Stunden des Tages aus anderen Außenposten kommen und zu diesen aufbrechen, um Neuigkeiten und kostbare Dokumente zu überbringen, die den Glauben an Khors stark halten. Der Fluss Cirkno fließt durch die Stadt und vereint sich schließlich mit dem Argent und der Rubinsee. Die Königsstraße ist mit Zobeck im Norden und den Ländern der Mharoti im Süden verbunden (dort nennt man sie die Sultansstraße). Alles in allem ist das Königreich ein guter Handelspartner, der von reichem Grasland und sanften Hügeln umgeben ist.

Der Königspalast (Urbittal oder Königinnensitz genannt) ist klein und mit einem Burggraben und fünf großen Türmen um einen Hofgarten stark befestigt. Die meisten Geschäfte des Hofs werden anderswo erledigt, in der Bullenhalle (ein ehemaliger Viehmarkt) und im Sommer auf dem Khorsfeld, wo auch die Sommerturniere wie das Königinstreff abgehalten werden. Einladungen zu Tjosten und für Besucher sind heiß begehrt und die Verwundeten werden von Priesterinnen aus Ladas Tempel der Rosigen Dämmerung gepflegt.

Andere Städte

Revskaya, Schmiede der Magdar

Die kleine Stadt Revskaya liegt direkt gegenüber von Cronepisht auf der anderen Seite des Flusses und hat einen vollkommen anderen Charakter. Mit seiner hohen Bevölkerung von Zwergen und der Revskaya-Gießerei als einer der Haupttempel Svarogs im Königreich ist die Stadt ein Zentrum der Produktion von Rüstungen, Waffen, Rädern und Wägen. Ihre Fässer, Räder und Tonnen transportieren den MagdarWein in alle Richtungen und ihre besten Arbeiten werden von den Magiern von Runkelstad verzaubert und in flammende Schwerter Khors‘ verwandelt. Trotz ihrer geringen Größe hat die Stadt gut erhaltene Mauern und eine hervorragende Garnison.

Khorsburg, Stadt des Lichts

Khorsburg, eine große Siedlung auf der Königsstraße zwischen Cronepisht und Zobeck ist ein Ort für Pilgerfahrten bei Sonnenfinsternissen und Tagnachtgleichen, wenn die Priester des Khors Segnungen verteilen und Gottesdienste für die Bevölkerung abhalten. Die große Kathedrale von Khors, mit ihren dreifachen Türmen aus vergoldetem weißem Marmor, ist kilometerweit sichtbar und die theologische Schule der Priesterschaft quillt über von Novizen und Initiaten. In der Stadt gibt es auch viele gute Holzschnitzer und Steinmetze, die sich auf religiöse Kunst spezialisiert haben.

Margado, Stadt der Tinte

Margado, das nahe des Weißen Waldes mit seinen Walnussbäumen und Eisenvorkommen liegt, ist vor allem eine Holzstadt, doch lenkt sie die Aufmerksamkeit lieber auf ihr kleines Kloster des Thoth-Hermes, das besonders gute Tinte herstellt, die in den Sieben Städten im Norden bis nach Morgau verkauft wird.

Peltzenheim, Stadt der Felle

Peltzenheim verfügt über große Herden von Schafen, Ziegen und Gänsen und produziert hervorragendes Leder und Federkiele.

Runkelstad, Stadt der Stäbe

Runkelstad, Standort des Kollegs der Stäbe, war immer ein arkan aufgeladener Ort und seine Armeen bestehen nicht nur aus Kavallerie- und Infanterieregimentern, sondern auch aus den besten Kampfmagiern außerhalb von Bemmea und Friula. Die Stadt liegt an der Stelle, wo der Fluss Cirkno auf den Argent trifft, und kontrolliert die schwierigen nordöstlichen Handelsrouten über die Ebenen im Schatten der Wolkenwallberge nach Courlandia, Niemheim und Vidim.

Runkelstad ist auch Standort der Sommerresidenz der Königin, die Rosenpalast genannt wird, und würde vermutlich Sitz der Regierung werden, wenn Cronepisht an die Drachenkinder fallen würde. Die Stadt sticht in der Kreuzungs-Region hervor, weil die alte elfische Gottheit Sarastra und der südländische Gott Thoth-Hermes (siehe Kapitel 12), beides Götter, die mit arkaner Macht zu tun haben, hier offen verehrt werden. Seit einiger Zeit beherbergt sie auch einen Rabenvolk-Horsts und ist eine große Siedlung der Schattenfeen geworden, die darauf hinweisen, dass die Stadt angenehm viele Ley-Linien und Schattenportale besitzt.

Senyerstad, Freie Stadt des Hafers

Senyerstad, eine der wenigen Städte, die sich Ceres und der Landwirtschaft verschrieben haben, ist berühmt für seinen kleinen Zirkel von Druiden und die großen Felder voller Hafer, Roggen und Weizen. Die Stadt ist insofern ungewöhnlich, da es hier keine Adeligen gibt; es ist eine freie Stadt, regiert von einem Stadtrat und der Hohepriesterin der Ceres, Ernterin Marrock Brauvern.

Sörut, Stadt des Bieres

Diese kleine Stadt, die für ihre Brauer, Fassbinder und Hopfen bekannt ist, schafft es, mit Wägen viel Handel zu treiben und ist ziemlich stolz auf seine roten Ochsen.

Sveretska, Stadt der Schmiede

In der größten Stadt des Magdar-Königreichs findet man auch seine größten Märkte und Schmieden, die Waren, die auf dem Fluss Argent aus Zobeck und Orkasa kommen, mit der Qualitätsarbeit der Magdar vereint. Kriegswägen werden hier gebaut, ein Trockendock baut fast alle Kähne, die auf dem Argent und seinen Nebenflüssen verkehren, und sogar Kantonszwerge kaufen hier nur zu gerne Räder und Achsen, da sie als „fast so gut wie Zwergenarbeit und halb so teuer“ gelten. Die Böttcher und Fassbinder aus Sveretska dienen auch der Kreuzungs-Region und der Klingende Tempel des Volund hat ein mit Kupfer gedecktes Dach, mit Gold überzogene Säulen und Glocken, die am Morgen, zu Mittag und am Abend läuten.

Zsigistad, Stadt des Weins

Zsigistad, eine kleine, aber wichtige Stadt, die an die Smoltenhügel angrenzt. Ihre Hügel beherbergendie MagdarWeinberge des Königreichs. Sie ist auch Grund für einen Konflikt mit der Freien Stadt Zobeck, die wieder und wieder Ansprüche auf die Hügel und das Tiefland der Eisenklippen erhoben hat. Die Stadt hat sich dem Weinanbau und grundlegender Tierzucht verschrieben. Man findet dort nur wenige Burgen und Wehranlagen, da die Eisenklippen-Zwerge solche Bauten verabscheuen und seit Menschengedenken mindestens zwei Bergfriede (hohe Wachtürme) dem Erdboden gleichgemacht haben.

Ein kleiner Schrein für St. Bacca, einem Halbgott des Weins, steht am Rand der Weinberge der Stadt. Der Schrein, der zur Gänze aus Holz erbaut und mit Rankgittern und Stroh gedeckt ist, wird jedes Jahr nach der Ernte zum Schutz in die Mauern der Stadt getragen. Die Figur von St. Bacca scheint ein Überbleibsel von Bacchalon zu sein, dem elfischen Gott des Weins.

Burgen der Magdar

Nach dem Verlust von Land und einem wichtigen Verbündeten hat Königin Dorytta eine aggressive Offensive des Burgenbaus und der Verbesserungen begonnen.

Burg Valtros

Die Burg Valtros ist die wichtigste Kommandatur des Ordens des Sturms. Und nach dem Fall von Illyria, der die Grenze des Drachenreichs innerhalb einiger Tagesmärsche zur Hauptstadt der Magdar heran gebracht hat, ist sie noch wichtiger geworden. Valtros ist ein deutliches Hindernis, da es die Königsstraße von der Parszan-Ebene über den Ertraya-Hügeln bis zur Magdar-Ebene kontrolliert. Mit einer Garnison von Tausenden, zwei Wehrtürmen, einem tiefen Burggraben und einer Armee, die die Festung stärkt hat Valtros bislang drei versuchten Belagerungen durch die Drachenkinder widerstanden. Die Kommandatur wird oft von Mitgliedern des Ordens der Unsterblichen Sonne beleidigt, da dieser die Burg haben will und oft behauptet, dass Großmarschallin Larina Perunals Orden des Sturms sie nicht verdient. Ihre Eifersucht passt nicht zu Paladinen des Khors, aber sie können einfach nicht anders.

Die Festung und die umgebenden Außenposten nehmen eine Garnison von 3.000 Soldaten auf, darunter 30 Kriegswägen, 200 schwere Pferde, 300 leichte Pferde der Weißen Reiter, 1.000 Mann schwere Infanterie, 500 Bogenschützen und die Königinsstäbe. Valtros wird persönlich von der Großmarschallin des Ordens des Sturms Larina Perunal befehligt.

Neusonnenstein

Die neue Kommandatur des Khors auf halbem Weg nach Khorsburg mag früher extrem vorsichtig gewirkt haben, doch die Arbeit, die unter König Stefanos begonnen wurde, hat durch den jüngsten Gebietsverlust im Süden neue Dringlichkeit erlangt. Die Kommandatur enthält eine volle Kohorte von 12 Magdar-Kriegswägen, eine Kompanie von 200 schweren Fußsoldaten und sechs Kompanien leichter Infanterie mit insgesamt 1.000 Soldaten, eine volle Einheit von 50 schweren Streitrössern (die Hälfte davon Paladine des Khors), eine Kohorte von 20 Runkelstad-Stäben (vor allem Kriegsmagier, unterstüzt von zwei arkanen Rittern) und zahlreiche unterstützende Kleriker, Diener, Stallburschen und Treiber. Als Gruppe ist dieser „Südliche Anker“ die Hoffnung der Verteidigung der Magdar im Süden, da neue Heerbanne schwerer auszuheben sind und die Zobecker und perunalischen Truppen mehr versprochen als echt sind.

Die Arbeit, diesen kampfbereiten Kern der Magdar-Armee wachsen und einsatzfähig bleiben zu lassen, fällt auf die jungen Schultern von Lady Sunnhild Edelherz (RG weiblicher menschlicher Paladin, Stufe 6), einer extrem frommen, fähigen und wilden Kriegerin, die unter ständigen Märschen, Lagern und Truppenmusterungen aufwuchs, da ihr Vater ein Kavalleriehauptmann war, bis er vor einigen Jahren sein Augenlicht verlor. Sie ist dafür verantwortlich, die Burgmauern zu erweitern, ihren Soldaten Unterkünfte, Ausbildung und Ausrüstung zukommen zu lassen und für häufige Patrouillen in den Süden, um die Bewegungen der Mharoti im Auge zu behalten, die eine größere Invasion im Frühling oder Sommer ankündigen könnten.

Die Kommandatur enthält auch eine der Geheimwaffen der Magdar, einen jungen erwachsenen Kupferdrachen namens Zondera, ein Kind von Zrandres, dem gefangenen Drachen, der lange in Illyria gefangen gehalten (und vor kurzer Zeit befreit) wurde. Die junge Zondera wird vom Orden der Sonne dazu erzogen, Menschen zu beschützen, und sie glaubt ihren Aufsehern wirklich, dass die Drachen des Mharoti-Reichs korrupte, gierige Ketzer seien, die nur plündern und Chaos stiften wollen.

Die Ankunft eines einzelnen illyrischen Greifenritters, dem alten Trunkenbold Farald dem Fetten, hat es möglich gemacht, Zondera für Patrouillen und Luftangriffe auszubilden, doch Farald und Lady Sunnhild könnten im Gemüt nicht weiter auseinander liegen. Der alte Greifenritter ist erfüllt von verbitterter Düsternis und Zynismus und er befolgt (kaum) Befehle. Gelegentlich behandelt er Sunnhild auf überhebliche Weise von oben herab, was fast dafür gesorgt hätte, dass er für Befehlsverweigerung ausgepeitscht worden wäre. Zum Glück für den alten Mann braucht Sunnhild sein berittenes Reittier dringend und sie tut sein unverschämtes Verhalten als „betrunkenen Unfug“ ab, um den alten Flieger nicht öffentlich erniedrigen zu müssen.

Bislang haben Zondera und Faralds Goldschwinge gut als Kundschafter und bei gelegentlichen Überfallen auf Mharoti-Patrouillen, die zu weit in den Weißen Wald oder den Gennecka-Wald vorgedrungen sind, zusammengearbeitet. Das Reich scheint sich ihrer Taten oder Existenz nicht bewusst zu sein, doch kann diese Geheimnistuerei nicht lange gutgehen.

Scharlachzitadelle

Auch wenn Gellert der Grausige technisch gesehen als Fürst von Erdovar und Hüter des Weißen Waldes der Krone Lehnstreue schuldet, glaubt niemand, dass dies mehr ist als eine Geste der politischen Zweckdienlichkeit ist. Im Gegenteil ist Gellert dafür bekannt, Goblins, Gargylen und viel Schlimmeres in seiner Festung zu halten, und oft raubt oder erpresst er Zölle von Reisenden zwischen Schio und Peltzenheim; was die Kaufleute von Mela und Triolo gleichermaßen verärgert. Ein großer Teil der Eulenbärenpopulation des Weißen Waldes soll durch Gellerts Einmischung entstanden sein und er ist dafür bekannt, seine Gestalt zu verändern, sich unsichtbar zu machen und Besucher in Käfer zu verwandeln.

Smoltenberg

Smoltenberg, ein alter Zwergenbau, der ungefähr zu der Zeit der Waffengewalt der Magdar zum Opfer fiel, als Sargau in Stille verfiel, ist eine Hügelfestung mit hervorragenden Mauern und einer eindrucksvollen Aussicht auf die Tiefe Straße, die am Westrand der Eisenklippenberge entlangführt. Die Festung dient auch zur Kontrolle für Zobecks Wunsch, in den Süden zu expandieren. Der Kommandant ist Karlus Gopk (RN menschlicher Kämpfer, Stufe 9), ein in die Jahre gekommenes, unflätiges, starrsinniges Genie in Sachen defensive Kriegsführung. Er verflucht die Zwerge und Zobecker mit gleichem Elan, neigt aber nicht dazu, Angreifer zu verfolgen, weil er Fallen und Hinterhalte fürchtet. Sein junger Leutnant, Hauptmann Lordissa Felweber (RG menschliche Kämpferin, Stufe 5) setzt die Überfälle und Patrouillen um, die der Alte Karlus plant.

Wagenstein

Der Beobachtungsposten des Magdar-Königreichs gegen die Kantone und die Sieben Städte liegt an der Tieflandstraße und bewacht die Westgrenze gegen zwergische Überfälle und triolische Aggressionen. Er ist das Hauptquartierdes Ordens der Unsterblichen Sonne und wird gut geführt, ist aber viel weniger auffällig als Valtros.

Zum Teil ist Wagenstein auch ein Gegengewicht zu den Problemen, die der Magier der Scharlachzitadelle macht; auch wenn er seine Unabhängigkeit erklären oder Triolo oder Melana die Treue schwören würde, würde Wagenstein dazu beitragen, die Westgrenze des Königreichs zu halten.

Armeen der Magdar

Der Reichtum des Königreichs wird auf seine Armeen sowie für die Tempel des Khors und der Lada verwendet. In einigen Fällen ist beides dasselbe und Burgen werden zu Tempeln und Tempel zu kleinen Festungen.

Orden der Unsterblichen Sonne

Der Orden der Unsterblichen Sonne ist am stärksten im Magdar-Königreich und dem Kanton Grisal, mit einer kleineren Präsenz in der Freien Stadt Zobeck. Hunderte von Rittern dienen in Dutzenden kleiner und großer Ordenshäuser, von Wagenstein bis zur Rubinsee und den Grenzen des Mharoti-Reichs.

Der Orden wird weithin bewundert und die Königin des Magdar-Königreichs würde in Zeiten nahende Krieges nicht im Traum daran denken, den Großmarschall Lord Clarikon aus ihren Überlegungen auzuschließen. Seine vernarbten und hingebungsvollen Krieger kämpfen jeder härter als ein halbes Dutzend Söldner und ihre eiserne Hingabe gegenüber ihren hohen Idealen macht sie zum elitären Rückgrat von Magdars Armee.

Auch wenn der Orden für seine hervorragende schwere Kavallerie bekannt ist, hebt er auch die meisten anderen Truppentypen aus, wenngleich Bogenschützen eher selten dazuzählen. Dazu gehören Kompanien von Kriegerpriestern des Khors in Kriegswägen, schnelle Weiße Reiter, die vor allem als Kundschafter und Plänkler dienen, und sogar Kompanien aus frommen Pikenkämpfern, die für Sold und Ehre eine Jahreszeit lang dienen (sogenannte „Sonnenuntergangsregimenter“, weil das Ende ihrer Dienstzeit in Sicht ist). Diese Truppen gehorchen Probstmarschall Ulrichus Valotto und, auch wenn sie keine Ritter sind, erhöhen die Sonnenuntergangsregimenter die Kampfkraft des Ordens deutlich. Mit den Waffen und der einfachen Rüstung, die die Plattner des Ordens zur Verfügung stellen, sind diese Soldaten einheitlich besser ausgerüstet als die meisten eingezogenen Truppen. Einige behaupten, die Infanterie und Pferde des Ordens seien sogar von höherer Qualität als einige Vasallen im Magdar-Königreich.

Das Hauptquartier des Ordens befindet sich in Wagenstein, doch kontrolliert er auch Smoltenberg, mehrere kleine Festungen in Grisal und ein kleines Ordenshaus namens Gelburg außerhalb von Zobeck. Er errichtet gerade die neue Befestigung von Neusonnenstein im Süden und hat vor Kurzem durch den Fall von Illyria die Burg von Zamak Petros verloren.

Eintritt in den Ritterstand

Sich den Rittern anzuschließen ist einfach: man schwört dem lokalen Befehlshaber die Treue, schwört, den Priestern des Khors zu gehorchen und die Gebote des Sonnengottes zu befolgen, zeigt sein Können im berittenen Kampf mit Lanze und Schwert und schon ist man dabei. Neue Rekruten erhalten einfache Rüstung und Waffen (aber kein ausgebildetes Schlachtross).

Der erste Rang umfasst den Dienst als Knappe eines ranghöheren oder erfahrenen Ritters und das Holen, Tragen und Polieren von Rüstung.

Dies kann einen Monat oder ein Jahr andauern, abhängig vom Alter und Können des Anwärters. Sobald der ranghöhere Ritter den Knappen als tüchtig erachtet, erhält dieser seine Sporen, ein Schwert und den Titel eines Novizenritters. Auch wenn der Ritternovize jetzt den Befehlen der Hauptleute und Befehlshabern des Ordens unterstellt ist, nicht mehr dem ranghöheren Ritter, sind solche jungen Krieger dennoch untergeorndete Gestalten im Orden.

Paladine des Khors

Die Elite des Ordens (und die meisten Offiziere) sind Paladine des Khors. Ihre weiß-gelb gefiederten Helme sind auffallend und markant, so wie ihre blauen Umhänge und die weiß oder grau gefleckten Pferde, die sie bevorzugen. Die meisten sprechen den Magdar-Dialekt oder die Gemeinsprache (mit einem Magdar-Akzent) und sie sind großzügig gegenüber Freunden und unbarmherzig gegenüber ihren Feinden. Ihr Licht strahlt wahrlich heller als das der meisten und ihre gleißenden Schwerter schneiden durch die Dunkelheit.

Zobecks Stadtrat erweist ihnen wenig Respekt, weil der Orden während der Revolte die falsche Seite (die der Verlierer) unterstützt hat, doch überall sonst sind die weißen-gelben Federn des Khors ein Zeichen rechtschaffener Macht und großen Könnens. Auch Zwerge und Zentauren finden sich in ihren Reihen, doch die große Mehrheit sind Menschen.

Orden des Sturms

Die größten Rivalen der Ritter der Unsterblichen Sonne sind die etwas raueren und weniger disziplinierten Vorreiter von Perun, ein Glauben, der unter den Magdar weit weniger verbreitet ist. Zu ihren Mitgliedern gehören Menschen, Zwerge und Zentauren und ihre Großmeisterin ist Larina Perunal, eine Tochter der Baronin Margit von Sveretska.

Mitglieder des Ordens gelten auf dem Schlachtfeld als hervorragende leichte Kavallerie, furchtlos und tapfer wie jeder Ritter, doch in Friedenszeiten verbringen sie viel Zeit damit, zu trinken und Pilgerfahrten zum Sitz des Mavros zu unternehmen oder unter den rothenischen Zentauren zu missionieren. Auch wenn sie nicht so zahlreich wie die Sonnenritter sind, ist ihre Hauptburg bei Valtros strategisch günstig an der Südstraße und der Mharoti-Grenze gelegen und ihr Dienst wird von der Krone geehrt und respektiert. Diejenigen, die sie weniger wohlwollend betrachten, sagen „nicht jeder kann ein Diener der Sonne sein“.

Magdar-Kriegswägen

Die kupferverkleideten, gepanzerten Wägen werden in Cronepisht gebaut, mit Eisenfelgen aus der Revskaya-Gießerei, ledernen Jochs aus den Eisenklippen und Zugochsen aus den besten Herden der Magdar. Die Armee bemalt die Kriegswägen traditionell in Rot, Grün und Gelb, wie es für das Land von Sveretska bis Cronepisht üblich ist. Sie verwenden Eichen- oder Eschenholz, das verzaubert und mit Alchemie verstärkt wird.

Auf der offenen Ebene, wenn die Elementaristen des Drachenreichs die Dschinns von Donner, Blitzen, Wind und Feuer entfesseln, sind die kupferverkleideten Bollwerke der Kriegswägen ein wichtiger Schutz gegen ihre Magie. Das Kupfer ist gegen Blitze geerdet und feuerfest und die Deckung, die sie bieten, ist von entscheidender Bedeutung. Besser noch, eine Wagenfestung schützt alle im Inneren und bietet Aussichtspunkte; Wachen, die auf den Wägen stehen, können weiter sehen und Feinde schneller erspähen.

Damit die Wägen nicht umgestürzt werden können, werden das Vorder- und Hinterrad benachbarter Wägen in leicht unterschiedlichen Breiten gebaut. Das erlaubt es den Soldaten, sie mit Ketten zu verbinden, wenn sie in einem Tabor (einer Wagenburg) stehen. Außerdem sind einige der größeren Wägen mit Ballaststeinen in einem Fach an der Unterseite ausgestattet. Das senkt ihren Schwerpunkt ab und macht es fast unmöglich, sie zu umzuwerfen.

Kompaniewägen

Nicht alle Wägen sind im Besitz des Magdar-Königreichs. Viele werden im Zahnraddistrikt von Zobeck ausgerüstet und von Söldnern verwendet: den Piken- und Armbrustkompanien der Eisenklippen, den verstoßenen Kompanien, die aus Krakova geflohen sind, und den Amazonenkompanien von Perunalia. Diese Kompaniewägen reisen in kleinen Gruppen von zwei bis zehn Wägen, abhängig von der Größe der Abenteurergruppe oder Söldnerkompanie, die sie verwendet.

Sie bieten all die gleichen Vorteile, mit einem weiteren Faktor: da sie von starken Ochsen gezogen werden und robuste Achsen besitzen, können die Kompaniewägen große Mengen an Schätzen transportieren, die in Abenteuern, bei Plünderungen oder Banditentum erworben wurden. Auch wenn die Ballastfächer der Kriegswägen normalerweise mit Steinen gefüllt werden, kann ein erfolgreicher Kompaniewagen manchmal sagen: „Wir trugen Ballast aus Gold und Silber, so reich waren wir!“.

Örtlichkeiten in Magdar-Königreich

Das Land der Magdar hat eine lange Geschichte, nicht alles davon ist angenehm.

Bacchos Weinberg: In den Smoltenhügeln begann ein uralter Weinberg, der Baccho geweiht ist, vor Kurzem ohne Unterlass zu wachsen. Weinranken und Lauben wuchsen, ehe der Schnee ganz von den Hügeln geschmolzen war, und zogen Kinder der Dornen ins Umland. Mehrere Berichte behaupten, dass dort bei Nacht Laternendraka beobachtet worden seien, und der fantastischste Bericht behauptet, dass jeden Vollmond eine Kompanie von Elfen und ihre Zelte den Weingarten besuchen würden, zur traditionellen Zeit der größten Feiern und heiligsten Sakramente Bacchos.

Eine Mission, um Kontakt zu den Elfen aufzunehmen und vielleicht Unterstützung gegen die Mharoti zu gewinnen, wurde mehrmals vorgeschlagen und einmal versucht. Allerdings fand die eine Expedition, die in die dornigen Hügel geschickt wurde, nur leere Weinkrüge und Fetzen von Tuch und Seide, wenig mehr als man von der Liebelei eines Adeligen oder einer Versammlung zivilisierter Feenwesen wie Gnomen oder Schattenfeen erwarten würde. Ein Beweis für ein Portal in die Sommerlande oder elfische Kundschafter ist bislang nicht erbracht, doch wilde Gerüchte in den Magdar-Dörfern behaupten bereits, dass „die Elfen zurückkehren werden, um die Drachenarmeen abzuwehren“ und garantieren, dass „Heerscharen des schönen Volks und die Lanzer von Valeresh“ nur einen Katzensprung entfernt sind. Eine Enttäuschung scheint wahrscheinlich.

Erdovar: Diese Stadt am Templinfluss erzeugte einst viel Bauholz und eine reiche Ernte von Walnüssen und edlem Wildfleisch für die Städte weiter im Inland der Magdar. Sie wurde über Nacht niedergebrannt und die Überlebenden sprachen von einem großen Höhlendrachen, der unter den Stadtmauern hindurch brach – gefolgt von grässlichen, stinkenden Soldaten, die fast alle abschlachteten. Die Stadt ist mittlerweile seit Jahrzehnten verlassen.

Abenteuer im Magdar-Königreich

Abenteuer hier drehen sich um den Schutz der Südgrenze gegen Banditen aus den Weißen Bergen und Mharoti-Plünderer sowie um den Schutz der alten östlichen Baronie Runkelsheim gegen Zentaurenüberfälle.

Die Runkelstad-Stäbe haben ein Problem: ihre übliche Lieferung an Ebenholz ist mit den triolischen Kaufleuten, die sie normalerweise liefern, nicht angekommen. Die Helden müssen herausfinden, welche Gruppe von Banditen sie aufgehalten hat – und feststellen, dass die Banditen von Gellert dem Grausigen, dem Meister der Scharlachzitadelle, angeworben worden sind.

Burg Valtros braucht eine Gruppe erprobter Kundschafter und Magier, um zur Abwechslung die Mharoti anzugreifen und einen Gefangenen zu machen, im Idealfall einen Drachenkinder-Offizier.

Untote erheben sich auf der Brennenden Ebene; ein Nekromant beschwört die Knochen der geehrten Toten. Die Gruppe muss den Ursprung dieser dunklen Magie finden, ehe die Magie unaufhaltsam wird.

Halunken und Rattendämonen aus Zobeck befallen Khorsburg. Es ist ein kleinerer Kult, doch muss er ausgelöscht werden, ehe er zu gefährlich werden kann.