Regierung

Der Freie Stadtrat, der aus der Freien Bügermeisterin Constantia Olleck und elf weiteren Konsulen besteht, regiert Zobeck. Die amtierenden Konsule wählen den Bürgermeister aus ihren Reihen für eine zehnjährige Amtszeit, wenngleich einige den Posten lebenslang innehatten (weil sie entweder im Amt gestorben sind oder sich geweigert haben, es abzugeben). Konsule amtieren fünf Jahre lang.

Die Freie Bürgermeisterin überwacht die Durchsetzung des Rechts, indem sie Zobecks Richter ernennt, sie baut die Armee auf und rüstet sie aus, bestimmt alle ritterlichen Befehlshaber der Zitadelle und befehligt die militärischen Orden der Freien Stadt– mit Ausnahme der Paladine des Ordens der Unsterblichen Sonne.

Dieser Orden ist älter als die Unabhängigkeit der Stadt und diese Ortsgruppe dient nur unter der Bedingung, dass ihr Befehlshaber niemandem unterstellt ist, der nicht „von adeligem Blute“ ist. In der Praxis dient der Orden der Unsterblichen Sonne als unabhängige Streitkraft.

Bürgermeisterin Olleck

Die neu gewählte Bürgermeistern Constantia Olleck verkörpert den wachsenden zwergischen Einfluss in der Stadt, doch hat dies seine Grenzen; sie hat geschworen, nur eine einzige Dienstzeit von zehn Jahren abzuleisten. Als der alte Bürgermeister Karillian Gluck von den Schattenfeen aufgefordert wurde, sein Amt niederzulegen (und dies aus Angst um sein Leben auch tat), übernahm Sie dessen Posten. Constantia beweist großen Mut, indem sie verschiedene Anstrengungen unternahm, die Feen zu vertreiben, oder zumindest ihren Einfluss auf die Unterstadt und einige Außendistrikte zu beschränken. Sie spricht zwar mit dem Botschafter der Schattenfeen, Freunde werden die beiden jedoch niemals werden.

Bürgermeisterin Olleck ist eine fröhliche, lächelnde, hart arbeitende Zwergin, die jede Gasse, jede Taverne und jede ehrliche (und weniger ehrliche) Person mit Einfluss in Zobeck kennt. In ihrem vorherigen kaufmännischen Leben als Maultiertreiberin hatte Olleck eine Methode, jeden Esel dazu zu bringen, ihr sanft wie ein Lamm über Felsen, Abhänge und durch Dornensträucher zu folgen. Dies, so scherzen manche Witzbolde, war eine hervorragende Übung, um mit dem Zobecker Stadtrat und den Prätoren (siehe den Zobeck-Ortsführer) zu arbeiten.

Als jüngere Zwergin verbrachte sie zwanzig Jahre damit, ein kleines Vermögen als Maultiertreiberin zu verdienen, weil sie Maultierkarawanen bis in die Obertal-Ländereien und durch das Silbertal in die Eisenklippen führte. Angriffe von Banditen waren selten, wenn sie beladen mit Getreide und Bauholz und feinen Messingzahnrädern in die Eisenklippen marschierte. Auf dem Rückweg griffen die Banditen sie jedoch oft für das Silber,

die Metallarbeiten und manchmal Goldbarren ihrer Karawane an, die sie dennoch normalerweise sicher in die Schmieden, Läden und Prägeanstalt der Stadt brachte. Bis zum heutigen Tag stehen Fragen des Handels und des Banditentums bei ihr im Vordergrund des Interesses, doch hat sie nach dem Fall von Illyria auch ein starkes Bündnis mit den Nachbarn gegen die Mharoti aufgebaut.

Konsule der freien Stadt

Die anderen Konsule dienen fünf Jahre lang, doch viele ehemalige Amtsinhaber kehren wieder und wieder ins Amt zurück. Andere bleiben, bis sie ein „stilles Amt“ erhalten (einen bezahlten Ruheposten). Amtierende Konsule besetzen die freien Stellen unter den prominentesten Persönlichkeiten der Stadt, normalerweise Gildenmeister, Kaufleute oder mächtige Mitglieder der Priesterschaft – ab und zu aber wählen die Konsule einen Abenteurer, der ein ruhigeres Leben sucht.

Der Meisterhändler und ehemalige Konsul Fürst Volstaff Graumark hat sich von seinem Sitz im Freien Stadtrat zurückgezogen und ist nun damit beschäftigt, die Graumark-Handelsrouten nach Morgau zu erweitern, um den hungrigen Schlund von Lucans Armee zu füttern. Andere in der Stadt murmeln, dass er den Leichentuchfressern die Werkzeuge verkauft, mit denen diese Zobecks Mauern einreißen können. Er hat auch den Posten als Zobecks Meister der Münze angenommen und sammelt die verschiedenen Flusszölle, Torzölle und anderen Steuern, um die Straßen, Brücken sowie die Armee und Wehranlagen der Stadt zu erweitern.

Der Tradition nach gehört der Gildenmeister des Arkanen Kollegiums und der König der Könige der Kobolde zum Freien Stadtrat.

Ondli Feuerdrache, ein zwergischer Priester der Rava (und des Volund), dient seit 30 Jahren als Erster Konsul oder Vorsitzender des Stadtrats. Die anderen Konsuln haben ihn ausgewählt, die Versammlungen zu leiten, da sie ihn als den geduldigsten und gerechtesten der ihren erkannt haben.

Orlando, Gildenmeister des Arkanen Kollegiums, Konsul und Mitglied des Freien Stadtrats, hat sich von vielen Angelegenheiten des Kollegiums zurückgezogen und verbringt viele Sommer- und Herbstage mit Aldona Silberhof (N Zauberin, Stufe 6), einer brillanten Zauberin, die als Hauptmann der RunkelstadStäbe dient. Während seine Feinde über sein geringes Interesse an Zobecks Angelegenheiten schwatzen, scheinen sich seine Freunde zu freuen, dass Orlando jemanden gefunden hat, der ihm in arkanen Fragen ebenbürtig ist.

Lektor und Konsul Radovar Streck, der berühmteste Alchemist der Stadt, wurde zum Lektor des Kollegiums befördert, ein Titel, der normalerweise für Zeiten reserviert ist, in denen der Gildenmeister anderweitig beschäftigt ist. Tatsächlich hat er einige Edikte in Orlandos Namen herausgegeben, wenn der eigentliche Gildenmeister mal nicht in der Stadt ist. Er scheint auch die alchemistischen Eigenschaften des Schattens mit einem gutaussehenden Schattenfee-Lehrling namens Frost zu untersuchen und empfängt gelegentlich Besuche von Staubgoblins, die nützliche Gegenstände aus Maillon und den Goblineinöden bringen.

Sir Jorun Haclav, Feldmarschall der Freien Armee, Hauptmann der Zobeck-Husaren, Konsul und Meister der Zitadelle, vergrößert weiter die Husaren und hat eine Kompanie von 200 Mann leichter menschlicher Infanterie entsandt, um die Magdar an der Grenze des Drachenreichs zu unterstützen.

Qetelmak, König der Könige der Kobolde und Konsul von Zobeck, scheint ein Koboldkönig zu sein, der länger als eine Amtszeit überleben könnte; er hat zwei Jahre überstanden, seit er den Thron bestiegen und das Konsulsamt übernommen hat. Der Sitz des Konsuls wechselt mit dem schnellen Aufstieg und Fall des Königs der Könige im Kobold-Ghetto.

Melancha Vendemic ist die Konsulin mit der goldenen Stimme, die zu bewegender Rhetorik in Bezug auf Themen wie Recht und Sicherheit imstande ist. Ihre Argumente werden ebenso oft in spöttischen Liedern in Tavernen wie in Diskussionen mit anderen Konsuln vorgebracht. Sie hat ein gutes Ohr dafür, was die Zobecker beunruhigt oder verstört.

Kekolina von der Derry-Mine ist eine Koboldin, die schon lange im Dienst ist; dies ist ungewöhnlich, aber sie vertritt die Minenarbeiter, die die Stadt mit Silber und Wohlstand versorgen. Sie hat unter den Minenarbeitern die Ehre, das Gehör von St. Piran, dem örtlichen Schutzheiligen der Bergleute, zu haben. Sie hat immer die Interessen der Kobolde im Blick.

Myz, genannt der Mausekönig und Fürst der Unterstadt, ist ein Konsul und, so sagen die meisten, ein korrupter Schurke. Er hat einen hängenden Schnauzbart sowie eine zuckende Nase und scheint immer die neuesten Nachrichten vom Hafen, den Schmugglern und dem Flussvolk zu kennen. Wenige wissen, dass er tatsächlich eine Werratte und der Fürst der Nager in Zobeck ist.

Fürstin Wintesla Marack ist eine beliebte Priesterin der Lada, weil sie die Armen und Kranken heilt. Sie ist außerdem eine Kauffrau mit vielen Kontakten, die Bauholz, Wolle und Zinn aus Zobeck an die Zwerge, die Magdar und besonders Perunalia verkauft. Die Amazonen des Herzogtums finden es angenehmer, Geschäfte mit einer Frau zu machen, und somit bringen ihre Ochsenwagen und Boote viele Handelsgüter von Zobecks nach Perunalia und zurück.

Halsen Hrovitz ist der vierte Mann dieses Namens und der Gründer der Hrovitz-Familie wurde als der „Kaufmann des Adelshauses Stross“ (eine Ehre, die sie seit Generationen nicht erwähnt hatten) bezeichnet. Hrovitz handelt mit fertigen zwergischen Waffen und Rüstungen sowie unverabeitetem Kupfer, Flachs, Schafen, Spitzhacken und Bergbauwerkzeugen. Außerdem treibt er (ungewöhnlich für einen menschlichen Kaufmann) regen Handel mit den Kobolden von Lillefor mit Mithral, Eisen und Edelsteinen.

Selena Harbeck sorgt für Disziplin und Produktivität in der Webergilde, indem sie Webspinnen-Automaten erschafft, um Tuch und Wandteppiche mit einer Geschwindigkeit zu erschaffen, mit der keine andere Stadt mithalten kann. Selena eröffnet die Gildenhalle jeden Tag mit einem Gebet an Rava. Zudem hat sie hervorragende Beziehungen zu Konsul Hrovitz und Fürstin Marack, die sie mit Rohwolle und Flachs versorgen. Wandteppiche der Gilde sind besonders beliebt in Bemmea und den Sieben Städten; Konsul Harbeck besucht oft beide Orte auf ausgedehnten Geschäftsreisen und dient dabei als inoffizieller Botschafter für Zobecks Interessen im Süden und Westen.