Freie Kantone der Eisenklippen

Symbol

Jeder Kanton hat ein einzigartiges Wappen.

Herrscher und Wichtige Persönlichkeiten

  • Oreschelli van Bund, Klansstimme von Bundhausen (RN zwergische Bardin, Stufe 16)
  • Enzali Hackel, Zwergenfürst von Grisal, Verteidiger des Nordens (RG zwergischer Paladin, Stufe 12 [Khors])
  • Jaro Weißbart, Kommandant der Schwarzen Festung (RN zwergischer Kämpfer, Stufe 15)
  • Nanneli Gunnacks, Klansmutter der Gunnacks (RG zwergische Klerikerin, Stufe 6 [Lada])
  • Jostli Shmeid, Hauptschmied der Hallen von Hammerfell (RG zwergischer Schurke, Stufe 4)
  • Martili Vordrashi, Marschallsmeister von Tijino (RN zwergischer Kämpfer, Stufe 11)
  • Herma Heid, Hohe Vaer von Kubourg (NG zwergische Klerikerin, Stufe 15 [Ninkash])
  • Baldereik Norensen, Drachenmeister von Wintersheim (RG zwergischer Magier, Stufe 12)
  • Toveli Rogest, Meister der Tempelschmiede (RG zwergischer Kleriker, Stufe 20 [Volund])
  • Hrothvengr (CB junger erwachsener weißer Drache)

Bevölkerung

316.000 (135.000 Zwerge, 170.000 Menschen, 10.000 Goblins)

Große Götter

  • Volund (Schutzgott)
  • Thor-Perun
  • Khors
  • Lada
  • Ninkash

Handelswaren

  • Eisen
  • Waffen
  • Rüstung
  • Bier
  • Käse
  • Leder
  • Wolle
  • Adamant
  • Mithral
  • Gold

Zwerge denken zuerst an ihren Kanton und danach an ihr Volk oder ihren Klan. Der Kanton ist Heimat und Herd, Familie und Garant des Wohlstands sowie der Sicherheit vor der kaltherzigen Welt. Diese Eigenschaften garantieren keine größere Harmonie oder Freunde

unter den Kantonszwergen als bei den anderen Völkern. Tatsächlich sind Kantonszwerge hinsichtlich aller Themen notorisch mürrisch, streitlustig und rechthaberisch. Kantonszwerge vereinen sich nur im Angesicht einer äußeren Bedrohung, was ihren Ältesten und den Anführern ihrer Freien Kompanien eine Enschuldigung gibt, den jüngeren Generationen Vorträge über die Wichtigkeit der Freien Zwergenkantone zu halten.

Es gibt im Augenblick 13 Eisenklippen-Kantone, die jeweils von einer Siedlung dominiert werden, die seit mindestens 100 Jahren existiert, freie und klösterliche Zwerge enthält und eine Reihe von Hallen umfasst – nicht nur Minen und einfache Unterkünfte. Richtige Hallen enthalten eine Schmiede oder einen Schmelzofen, eine Brauerei, eine Reihe von Klanshäusern und mindestens einen Tempel oder Schrein. Die Gesamtbevölkerung der Kantone ist schwierig zu bestimmen (Zwerge sind unwillens, ihre Zahl zu erfassen oder zumindest diese Zahl mit jedem außerhalb ihres Kantons zu teilen). Die Einschätzung ist, dass die Kantone aus etwa 150.000 Zwergen und 25.000 Sklaven außerhalb von Grisal bestehen – die meisten von ihnen Menschen.

Die 13 besiedelten Kantone sind Bareicks, Bundhausen, Grisal, Gunnacks, Hammerfell, Juralt, Kubourg, Nordmansch, St. Mishau, Tempelschmiede, Tijino, Vursalis und Wintersheim. Einige der Kantone haben drei Namen: einen in der Gemeinsprache, einen in der Südsprache und einen in der Zwergensprache der Nordlande.

Andere Kantone außerhalb der 13 entstehen und fallen die ganze Zeit und werden nicht zu den offiziellen Siedlungen gezählt. Die bemerkenswertesten unter diesen, die kleinen Siedlungen Roglett und Mynnasgard, sind seit 50 und 80 Jahren bewohnt. Doch sind sie nicht etabliert genug, um zu den Kantonen gezählt zu werden, auch wenn sie auf dem Weg sind, diesen Status zu erlangen. Der ehemalige Kanton Zitadelle (Friundor) ist weitgehend verlassen, doch wurde dort vor kurzer Zeit Gold gefunden, was Prospektoren, Priester und neugierge Seelen zurück in seine Hallen gelockt hat. Ebenfalls verlassen sind die Gefallenen Hallen von Sargau, Villershall und Volunds Bart.

Die Zwergenkantone liegen alle in den Eisenklippen, doch machen ihre unterschiedlichen Höhen und verschiedenen Pässe manche zugänglicher als andere, und einige sind von den Hauptkantonen durch Flüsse und von Menschen bewohntem Tiefland getrennt. Die beiden Ausnahmen sind Wintersheim im Norden und der dunkle Kanton Grisal, der jenseits des Flusses Argent nahe der Grenze von Morgau und Doresh liegt.

Jeder der freien Kantone ist innerhalb seiner eigenen Täler eine Nation mit eigenen Bräuchen, Herrschern und Traditionen. Die Hauptkantone sind viel größer und dichter besiedelt und ihre Abzeichen sind außerhalb der Berge viel bekannter. Die kleineren Kantone sind nicht weniger speziell, doch aufgrund ihrer Lage, Geschichte oder Vorlieben ihrer Bewohner isoliert oder osbkur.

Bundhausen

Der zentrale Kanton Bundhausen liegt über dem Soizalsee. Vor Jahrhunderten war es eine bergige Elfenbaronie namens Liadmura. Die Zwerge erbauten ihre halbe Stadt an der Oberfläche und dieser Teil dient als einflussreicher Handelsknoten und als Austragungsort des jährlichen Zwergtreff des Kantons (siehe Seite 50 ). Kantone versammeln sich zum jährlichen Zwergtreff, um Streitigkeiten beizulegen, neue Gesetze zu erlassen, durch Abstimmungen für Gerechtigkeit zwischen Kantonen zu sorgen, und (manchmal) um Außenstehenden aus dem Tiefland (alles außerhalb der Eisenklippen) den Krieg zu erklären oder in Friedensverhandlungen einzutreten.

Die elfischen Türme und zwergischen Haufen von Minenrückständen erzeugen in Bundhausen eine merkwürdige Landschaft, so wie die kleinen Häfen und Fischerboote am See, doch die Zwerge scheinen sich zwischen den Bergseen und Wiesen wohlzufühlen. Die Tage des Adlerkaisers der Elfen sind vorbei, doch sein Schwingenemblen und sein blumiges Knotensymbol sind noch überall im Kanton zu sehen. Gleichermaßen jagen die Greife, die die Elfen in die Gegend mitgebracht haben, noch immer zwischen den Gipfeln und sie schnappen sich nur zu gerne nicht bewachte Schafe, Maultiere und Ponys.

Bundhausen ist der Kanton, der Botschaften und Petitionen aus der Außenwelt gegenüber am zugänglichsten ist, und viele Menschen gehen (irrtümlicherweise) davon aus, dass es die Hauptstadt der Kantone ist oder für alle Hallen spricht. Bundhausen mag Fremden gegenüber freundlich gesonnen sein, doch spricht es nur für sich selbst.

Grisal

Grisal, das sowohl vom Großherzogtum Dornig als auch vom Größeren Herzogtum Morgau beansprucht wird, erweist keiner der beiden Nationen die Treue. Es liegt am östlichen Ufer des Argent, ist aber Zwergenland. Die Bewohner von Grisal gehören zu den frommsten Kantonszwergen, mit besonderem Schwerpunkt auf die Anbetung von Volund und seinem Sohn, dem Sonnengott Khors, sowie von Grajava der Schildmaid (eine Maske Sifs) und gleichermaßen Wotan und Thor-Perun.

Zehn Prozent der Zwerge des Kantons sind Kleriker, Paladine oder dienen auf andere Weise den Tempeln. Grisals Priester haben viel zu tun, da die Hallen über dem Zombiewald von Zwargau und in Sichtweite eines Tempels der Roten Göttin stehen, wohin die Toten gebracht werden, um den Lebenden zu dienen. Der Schwarze Kanton versucht vor allem, die Untoten auf Abstand zu halten. Manchmal jedoch organisieren seine jüngeren Krieger Angriffe auf die Provinz Doresh im Blutkönigreich, wo sie im Tageslicht Dutzende von Zombies und Skeletten abschlachten und vor Einbruch der Nacht wieder den Fluss überqueren. Wer nicht zurückkehrt, wird manchmal später als schwarz gerüsteter Diener der Toten Göttin Marena gesehen.

Grisals große menschliche und goblinische Bevölkerung geht auf die Zeit zurück, bevor es ein Kanton war und es als Teil des Großherzogtums Dornig von elfengezeichneten Mitgliedern des Hauses Hirsch-Dammung regiert wurde. Die Zwerge nahmen das Gebiet ein, damit es nicht in die Hände von Prinz Lucan von Morgau (dem jetzigen König) fallen konnte.

In den Jahren und Jahrhunderten seit dieser Zeit haben die elfengezeichneten Adeligen des Großherzogtums und die Imperatrix Regia Monddorn Kalthania-Reln vann Dornig verkündet, dass sie diesen Anspruch nicht anerkennen, und diese Streitgkeiten waren Auslöser wiederholter Grenzkonflikte zwischen Grisal und dem Großherzogtum. Im Augenblick hat das Großherzogtum mit internen Problemen zu kämpfen und der Anspruch ist in der Schwebe.

Schwarze Festung von Grisal: Die Schwarze Festung wurde erbaut, um die Stellung gegen Bogenschützen aus Dornig und krakovische Husaren zu halten. Sie ist das Ausbilungsgelände für Grisals Paladine von Khors und hier halten die Kundschafter Ausschau nach Darakhul-Reitern aus Gybick, die die Verteidigung testen wollen. Die Festung wird von Jaro Weißbart befehligt, einem langjährigen Söldner, der spät im Leben zum General geworden ist, und seine Truppen werden durch gelegentliche Überfälle auf Gybick in Kampfform gehalten. Kommandeur Jaro hat momentan alle Hände vollmit zahlreichen krakovischen Flüchtlingen zu tun; er findet es schwierig, sie abzuweisen, doch wenn Tausende von ihnen auf seiner Straße unterwegs sind und in Grisal menschliche Dörfer errichten, ist das auch keine Lösung. Das Problem der menschlichen Flüchtlinge wurde bei mehreren Zwergtreffs zum Thema, ohne dabei zu einer befriedigenden Lösung zu kommen.

Gunnacks

Gunnacks, einer der wenigen Kantone, die bis vor Kurzem einen König hatten, ist Herd und Heimat des extrem zahlreichen GunnacksenKlans, wichtige Kaufleute und Karawanentreiber, die von Wolfheim nach Siwal und zur Rothenischen Ebene reisen. Sie sind Reisende ohne gleichen und die jungen Zwerge lernen schon, ein Maultiergespann zu fahren, ehe ihnen der Bart richtig wächst. Der Gunnacks-Kanton (den noch einige aus Gewohnheit Klansgebiet oder Königreich nennen) ist in jeder anderen Sicht traditionell, doch seine Bewohner gehörten zu den ersten, die aus den alten Hallen im Norden in den Süden reisten. Als Folge haben ihre neuen Hallen die besten Lagen in den Eisenklippen. Die oberen Hallen haben Ausblick auf drei wunderschöne Täler, prächtige Flüsse und leicht begehbare Pässe im Norden und Osten sowie üppige Wälder und große Vorkommen an Eisen, Kalkstein und Mineralien.

Die Gunnacks haben es so gut, so scherzen die anderen Kantone, dass sie keinen Grund haben, ihr Zuhause zu verlassen. Und doch tun sie es. Die Gunnacks reisen aus ihrer idyllischen Heimat, um zu handeln, zu feilschen und die Welt zu sehen, und dann (wenn sie reich genug sind) lassen sie sich nieder und bekommen unglaublich viele Kinder. Der Wert eines GunnacksKantonzwergs wird anhand seiner oder ihrer Nachkommen gemessen und somit braucht der Gunnacks-Kanton (trotz seines großen Reichtums) beständig Nahrung, Kleidung und verschiedene Güter, um immer mehr Gunnacksens großzuziehen. Einige sprechen sogar davon, den Kanton zu teilen, doch ist daraus bislang nichts geworden.

Kubourg

Kubourg, das auf Zwergisch Friunsgorla genannt wird, ist eine große Burg an der Oberfläche, erbaut auf einem kleinen Hügel und umgeben von einem grünen Feld. Im Gegensatz zu den Bewohnern von Bareicks oder Vursalis sind die Kubourger nicht nur Hirten für ihre Schafe und Kühe, sondern auch die Metzger, Käsemacher und Lederwarenhersteller der Eisenklippen. Sie züchten edle Esel, Maultiere und Hundemaulwürfe und verkaufen Tinten in Juwelentönen sowie Schwarzpulver.

Die Kubourger haben ein fruchtbares Tal anstelle von erzreichem Land besiedelt und verdienen ihr Gold schon seit Generationen mit Handel. Außerdem haben sie den Hopfenmarkt unter Kontrolle, sodass sie entscheidend für das Brauen von starkem Zwergenbier sind. Ihre Priesterinnen der Ninkash brauen die besten heiligen Biere des Kantons. All diese Gründe machen sie zu einem der wohlhabenderen Kantone. Außenstehende fragen manchmal, warum ihre Nachbarn die Hirten, Kaufleute und Käsemacher von Kubourg nicht einfach überrennen. Die Zwerge von Kubourg bauen vielleicht nicht viel Erz ab, doch ihre Arquebusen und schweren Armbrüste halten gierige Nachbarn fern, und ihr Geld kauft ihnen viele Freunde. Der Umstand, dass die Zwergtreff-Hallen von Bundhausen auf der anderen Seite des Sees stehen, könnte die wilderen Klans auch daran hindern, Kubourg zu oft zu überfallen, da sie rechtliche Folgen beim nächsten Zwergtreff fürchten.

Hammerfell

Hammerfell, eine der großen eisenverarbeitenden Hallen, zieht sich manchmal in sich selbst zurück und versiegelt seine Türen für einen Sommer oder ein ganzes Jahr. Dies ist oft ein Zeichen, dass der zurückgezogene Kanton gegen die Kreaturen aus der Tiefe kämpft, doch manchmal zeigt es nur, dass die Arbeit an einem Meisterwerk der Schmiedekunst, Ingenieurskunst oder Verzauberung in eine kritische Phase eingetreten ist. Zwerge außerhalb von Hammerfell erfahren selten, was der Grund für die Stille des Kantons ist.

Einige vermuten vielleicht, dass der zwergische Name des Kantons, Mazzot (wörtlich „Hammer“) auf seine Krieger Bezug nimmt, doch traditionell ist Hammerfell ein Ort großartiger Plattner und Waffenschmiede und seine Schmiede erschaffen die beste zwergische Plattenrüstung. Einige der hier hergestellten Schilde tragen magische Runen, andere magische Wappen, wie heraldische Tiere, die beschworen werden können, um dem Träger zu dienen. Diese magischen Schilde werden Hammerschilde genannt und ihre Herstellung ist eine lange Tradition und ein Geheimnis des Kantons.

Tijino

Der südlichste freie Kanton ist Tijino, nicht weit nördlich vom royalistischen Kanton Melana und der menschlichen Stadt Triolo. Er ist sowohl für seine Eisenarbeiten und Waffen bekannt, die an Menschen, Gnome und jeden anderen, der sie bezahlen kann, verkauft werden als auch als gute Quelle für Holz für Speere, Axtgriffe und Armbrüste.

Die große Halle von Tijino ist der Versammlungsort für die Freien Kompanien im Frühling, die ihre Dienste an die fehdenden Städte des Südens verkaufen. „Wenn wir den Tijino-Pass überqueren“ ist in der Sprache der Eisenklippen in etwa gleichbedeutend mit „wenn wir auf Raubzüge ausziehen“.

Wintersheim

Wintersheim steht im Einklang mit den Traditionen der Nordlande und hat enge Verbindungen mit Stannasgard und den klanzentrierten Ländern jenseits der Eisenklippen, wie Melana in den Sieben Städten und die Wolfmark auf den Niederengen – es fühlt sich wohl im Umgang mit den „königlichen Kantonen“, die nach Blutlinie herrschen, statt mit der Freiheit der Kantonsgemeinschaften. Die Wintersheim-Zwerge sind berühmt für ihre Waldläufer-Gesellschaft (den Orden des Weißen Wolfs) sowie für die Qualität ihres Schmucks und ihrer Runengravierungen.

Das uralte Wissen des Nordens wird in ihren Aufzeichnungen am Leben gehalten und die Sagen werden wortgetreu für die Tempel und Bibliotheken der Reichen kopiert. Darüber hinaus jedoch ist Wintersheim berühmt für seinen Drachen Hrothvengr, einen weißen Drachen mittleren Alters, den die Wintersheim-Zwerge gezähmt haben. Er bewacht den Eingang ihrer Halle auf einem gewaltigen Bett aus Kupfermünzen und seltsamen kleinen Kieseln und er scheint ein wenig einfältig (selbst für einen weißen Drachen), da er überzeugt ist, sein Hort wäre wirklich viel wert. Die anderen Kantone haben Magie, verschiedene Drogen und Gifte und auch schlichtweg Bestechung probiert, um andere Drachen zu überzeugen, ähnliche Posten zum Schutz ihrer Hallen einzunehmen, doch bislang ohne Erfolg. Die Wintersheim-Zwerge behandeln Hrothvengr mit großem Respekt. Besucher, die den Drachen verspotten, werden unweigerlich bestraft, da Hrothvengr „Person bezaubern“ auf jene anwendet, die seiner Ansicht nach nicht ausreichend von seinem Reichtum und Status eingeschüchtert sind. Einige dieser bezauberten Knechte bleiben jahrelang und helfen dabei, Kupfermünzen so lange zu polieren, bis sie in einem warmen, roten Glänzen erstrahlen.

Kleinere Kantone

Kleinere Kantone sind oft spezialisiert und in ihrem Feld extrem fähig; ihre geringere Zahl spiegelt manchmal eher einen Mangel an reichen Minen wider, nicht jedoch fehlende Anstrengung. Bareicks: Der kleinste der Kantone ist vor allem für den geringen Ertrag seiner Minen und den Reichtum an Schaf- und Viehherden bekannt sowie für die starke Vorstellung, dass alle zwergischen Hirten angeblich aus Bareicks stammen. Im Kanton gibt es mehrere dicht bewaldete Tieflande. Außerdem stammen die gefährlichsten Söldner in den Eisenklippen aus Bareicks.

Da sie nichts zu verlieren und kein Interesse daran haben, nach Hause zu gehen, wenn sie nicht reich oder tot sind, verdienen sich die Bareicks-Berserker einen wahrlich furchterregenden Ruf. Der Tod eines Bareicks-Berserker ist Grund genug für seine Gefährten aus dem Kanton, am nächsten Tag das Lager abzubrechen und ihn nach Hause zu bringen.

Juralt: Die warmen Tieflande des Juralt-Tals sind von einem Ring aus Berggipfeln umgeben, die einige der besten Weidelande in den Eisenklippen eingrenzen. Beschützt wird der Kanton von einem Schwarm halb zahmer Greifen (die von Zwergen gefüttert, nicht aber in die Schlacht geritten werden) sowie von Bergtruppen, die von den mächtigen Pikenmauern und Kampfwagen des Kantons verstärkt werden.

Die Juralt-Zwerge sind die kriegerischsten der Kantonszwerge und überfallen das Tiefland jedes zweite Jahr. Das hat sie bei ihren Nachbarn und Handelspartnern nicht beliebt gemacht. Trotz ihres Rufs als großartige Söldner gelten sie als unvorsichtiger und gieriger Haufen, der sich mehr für Plünderungen als für richtige Arbeit in den Minen oder am Amboss interessiert.

Nordmansch: Die dunklen Tannenwälder von Nordmansch sind die Heimat von zwei besiedelten Hallen: Ober-Nordmansch, das unter dem Gipfel liegt, der als Wächter bekannt ist, und Nieder-Nordmansch, das sich im Herzen der bewaldeten Hügel befindet. Die beiden Siedlungen sind befreundete Rivalen die Silber, Eisen und Mithral abbauen, verzauberten Stahl herstellen und magische Ringe schmieden. Nordmansch-Zwerge haben mehr von der zwergischen Runenmagie und Lithomantie am Leben gehalten als die anderne Kantone und der Ordenn-Wald ist ein Ort voller Zauber. Er ist auch die beste Quelle für Kiefern, Eiben und Eschen in den Eisenklippen und viele der Balken, die zwergische Minen stützen, stammen aus diesem schwarzen Wald. Nordmansch-Äxte sind besonders geschätzt, sowohl für das Fällen von Bäumen als auch für den Krieg.

Nordmansch ist der einzige Kanton, der keine Sklaven hält und wenig Wergeld für Blutfehden nimmt. Andere Zwerge glauben, dass dies daran liegt, das die Nordmansch-Zwerge so großen Respekt für die Goldene Göttin Lada haben, deren Heilkunst sie ebenso schätzen wie die strengen Worte von Wotan und Volund.

St. Mishau: Der seltsame kleine Kanton St. Mishau sorgt dafür, dass seine Nachbarn sich verwundert die Bärte kratzen. Alle weiblichen Zwerge im Kanton führen ein Klosterleben – sie kommen niemals hervor, um Krieg zu führen oder an den großen Schmieden zu arbeiten. Die meisten Kantonszwerge betrachten diese Einschränkung zumindest als leicht bizarr, manche sogar als etwas sinister. Die männlichen Zwerge von St. Mishau sprechen mit einem merkwürdigen Akzent und sie dienen nur alle fünf oder sechs Jahre in den Freien Kompanien. Die übrige Zeit bauen sie in kleinen, verborgenen Minen Adamant, Wagenladungen von Kohle, einige gewaltige Edelsteine, Quecksilber sowie andere alchemistische Materialien ab.

Manche behaupten, dass die Zwerge von St. Mishau Diener von Mammon oder von St. Charon oder einer dunklen Feengöttin sind, aber dies sind gewiss nur Geschichten, die aus Eifersucht und Neid erzählt werden. Die Zwerge von St. Mishau handeln mit Kobold-Kaufleuten aus Zobeck, was andere bestenfalls als ehrlos betrachten.

Tempelschmiede: Der heilige Boden von Tempelschmiede, der manchmal mit seinem Septim-Namen Favgia Baselgia bezeichnet wird, ist auch die Heimat der zwergischen Luftschiffe, da der Erschaffer der ersten solcher Schiffe ein hier lebender Priester des Volund war. Das Hubgas wird hier abgebaut und etwa alle 20 Jahre werden neue Schiffe gebaut, um verlorene zu ersetzen, doch die Industrie ist winzig: Nur sehr wenig können sich leisten, ein Luftschiff am Himmel zu halten.

Der Kanton verdient sich seinen Ruf als Pilgerstätte, da Volunds Hammer in den immer brennenden Schmieden der heiligsten Gefilden Volunds badet, dem Großen Tempel des Heiligen Hammers. Der Gott nutzte diesen heiligen Hammer, um den ersten Zahnradgeschmiedeten zu erschaffen und mit Leben zu erfüllen. Als Folge sind hier Pilger aus Zobeck, dem MagdarKönigreich und den Septimstädten ein alltäglicher Anblick und Zwergenschmiede aller Art besuchen Tempelschmiede mindestens einmal alle zehn Jahre, um einen Segen zu empfangen.

Vursalis: Vursalis, der Kanton mit dem meisten Schnee, mit den Gipfeln von Berg Mergansar, dem Kronhorn und den Peshvai-Gletscher an ihrem höchsten Punkt, ist zusätzlich eine wahre Kornkammer. Auch wenn der Kanton große Vorkommen an Kupfer und Salz hat, sind die Vursalis-Felder von Gerste, Weizen und Kartoffeln die wahre Quelle ihres Wohlstands, da sie fruchtbar genug sind, um einige ihrer Nachbarn zu ernähren. Die Arbeit gilt für die zwergischen Ahnen weder als besonders edel noch angenehm und somit wird das Pflanzen und die Ernte von Sklaven durchgeführt, die im Krieg im Juralt-Kanton gefangen genommen worden (und als Knechte gekauft) worden sind, sowie von den jüngsten Zwergen aus dem Vursalis-Kanton.

Die Ältesten des Kantons sorgen dafür, dass die jungen Zwerge die Traditionen von Bergbau, Religion und die Geschichte des Kantons lernen. Ein Gesetz verhindert, dass die jungen Zwerge die Feldarbeit verlassen und sich den Minen, Handelskarawanen oder Söldnerkompanien zuwenden, wenn sie nicht zuvor einen Test des Wissens und des zwergischen Gebarens bestanden haben. Junge Zwerge verabscheuen dieses Gesetz, doch garantiert es, dass die Zwerge gut versorgt sind und ihre Lektionen lernen.

Großer Tempel des Heiligen Hammers

Der Tempel ist eine Schmiede und eine Gebetsstätte sowie eine Schule für Schmiede, Plattner, Bergleute und Ingenieure. Besucher staunen über die markanten Gesänge der Schmiedepriester an ihren Ambossen während der täglichen Anrufung des Stahls und dem allabendlichen Hammerchor. Seltener gehen die Schmiedepriester die Erschaffung magischer Waffe, Rüstungen anderer Metallarbeiten als Geschenk für besonders berühmte Zwergenkrieger, Generäle oder Hauptleute (oft aus Grisal, aber nicht immer) an. Die Herstellung einer Waffe, eines Schildes oder eines anderen Gegenstands aus der Tempelschmiede ist eine große Unternehmung für die Priesterschaft und eine große Ehre für den Träger des heiligen Gegenstands. Solche Gegenstände aus der Tempelschmiede werden als „Gabe Volunds“ bezeichnet und wer mit einer solchen geehrt wird, wird manchmal „Gabenwürdig“ oder „Tempelbeschenkt“ oder ähnliches genannt. Einen solchen Gegenstand zu verlieren, ist natürlich absolut verheerend für die frommen Anhänger des Hammergottes.

Verlorene Hallen

Nicht alle Kantone gedeihen. Die Goldene Zitadelle von Friundor (Zitadelle), Krongard, Sargau, Villershall und Volds Bart wurden aus verschiedenen Gründen verlassen. Sargau wurde von unten von den Ghulen und Derro zerstört, doch seine Hallen werden weiter in Liedern und Geschichten besungen. Krongard hielt die westlichen Wege in die Eisenklippen, doch wurde es in einem schauerlichen Sieg von den Magiern von Allain dem Erdboden gleichgemacht. Noch heute erinnern sich die Zwerge mit Groll daran. Villershall wurde von anderen Zwergen zerstört, Söldnern im Auftrag des Gunnacks-Klans, die ihren größten Handelsrivalen in einer ein Jahr währenden Belagerung vernichteten.

Friundors Gold hat es reich gemacht, doch der Kanton fiel auseinander, als das Gold ausging. Als neue Goldadern in der alten Zitadelle entdeckt wurden, führte das zu einem Goldrausch und Neubesiedelung der Hallen und Menschen und Zwerge gleichermaßen erhoben Anspruch auf den großen Reichtum. Dies führte zu einer Katastrophe, da Derro und Teufel die Bergleute gegeneinander aufbrachten, sodass die Hallen nun wieder verlassen sind.

Der Oberlauf des Flusses Argent ist das Silbertal, ein Tal, das die Kantone von Grisal trennt – und das von Zobeck beansprucht wird. Das Gebiet ist ziemlich wild und die Heimat von kleinen Goblin-Plünderbanden und manchmal sogar von Ogern oder Winterwölfen. Zobecks Kaufleute fordern schon lange größere Sicherheit auf den Silbertal-Straßen. Viele kleine verlassene Minen und sogar eine lange aufgegebene Zwergenfestung übersäen die Hügel und Nebentäler.

Liadmura, Nest des Adlerkaisers

Die Ruinen von Liadmura liegen hoch in den südlichen Eisenklippen, wo dramatische weiße Gipfel über winzige, dicht bewaldete Täler und klare Bergseen aufragen. Die verbleibenden Mauern, Türme, Greifenstellungen und Adlernester haben die Jahrhunderte, seit die Elfen nach Valera und Dorn gezogen sind, gut überstanden, doch die Zwerge, die die Berge heute bewohnen, machen einen großen Bogen um das Gebiet.

Und das zurecht: Kinder der Dornen, Wilde Männer, Todesfeen, wilde Greifen und sogar manchmal Rocks, die von denen abstammen sollen, die der Adlerkaiser selbst geritten hat, haben sich in Liadmuraszartrosa Mauern und silbern funkelnden Türmen niedergelassen.

Die Ruinen sind in drei Hauptabschnitte eingeteilt: den Federpalast mit den zugehörigen Weingärten und der Baccholon-Kathedrale, die Häuser des Hofs der Krallen und die Dienerfestung mit dem Markt.

Federpalast und Weinberg: Der Palast und die umliegenden Gebäude wurden von den Zwergen gründlich geplündert, aber nicht niedergebrannt.

Seine berühmten verzauberten Wandteppiche sind verschwunden, ebenso wie das Einhornpaar, das einst in den Gärten gehalten wurde. Der Tempel des Baccholon hat seine Buntglasfenster verloren und der berühmte Inhalt der Weinkeller wurden ins Tiefland der Sieben Städte gebracht und angeblich in Triolo von einem Admiral und seinen Schergen getrunken, um den Aufstieg der menschlichen Macht zu feiern.

Die Plünderungen haben nur noch eine leere Hülle zurückgelassen. Der Thron des Federpalasts wurde in einem zwergischen Schmelzofen in die Basismetalle zurückverwandelt, ebenso wie die zahlreichen feinen Kupferarbeiten und die großen Schwärme roter Gänse, die gehalten wurden, um die Federn für die besten blutbefiederten Pfeile zu liefern, wurden wahrscheinlich von einer Schar zwergischer Söldner gekocht und gegessen (wenn man späteren Geschichten Glauben schenken darf).

Häuser des Hofs der Krallen: Die Ritter des Hofs der Krallen brachten ihre Ehegatten, Kinder, Reittiere, Diener und Gefolgsleute komfortabel in einer Reihe von 16 Häusern unter, die jeweils einem anderen Adelshaus gehörten. Zwergische Aufzeichnungen behaupten, dass dies die Häuser Greif, Goldhabicht, Falke, Silbereule, Schwarzeule, Trappe, Ziegenmelker, Fuchsfeuer-Fledermaus, Weinrabe, Smaragdpfau, Pegasus, Pelikan, Phönix, Storch, Schwalbe und Schwarzer Schwan waren. Jedes hatte eine eigene Kompanie von Schützen, Fliegern und Fußsoldaten, die in valerischer Kriegsmagie ausgebildet waren, und viele verfügten über gestaltwandelnde Druiden, mächtige Kleriker und Magier in ihrer Blutlinie. Viel von ihrem Wissen und ihren magischen Traditionen verschwanden mit dem Großen Rückzug; Fragmente dieses Wissens haben unter den elfengezeichneten Familien von Dornig überlebt.

Die üblichen Häuser in diesem Stil umfassen mindestens zwei hohe Türme (als Nester oder Hochsitze) sowie Stallungen für elfische Rösser, Botenvögel, Greifen und so weiter. Die meisten waren befestigte Gutshäuser mit robusten Fensterläden aus Eiche und steinernen Mauern sowie schmalen Fenstern auf den unteren Stockwerken. Einige Häuser nutzten Pflanzen zur Verteidigung (sowie verborgene Schießscharten und verschiedene Illusionen und verzauberte Schlingenpflanzen). Das Haus der Fuchsfeuer-Fledermaus hat noch immer Hexer-Trompetenblüten in den Gärten. Die Gärten des Hauses des Ziegenmelkers sind mit bleichen Schneerosen und Schattenrosen überwuchert (beide sind heimisch im Schattenreich und sowohl bekannt für Pollen, die transzendente Freude bringen, als auch für ihre giftige Dornen).

Mindestens zwei Magier des Hofs der Krallen kontrollierten Portale zu den dunklen Straßen; eines davon war verbunden mit der Schattenstraße, das andere über einen kleinen Nebenfluss mit der Weißen Straße im Süden.

Dienerfestung und Markt: Die Ruinen von Liadmura um die Dienerfestung sind ausgebrannt und selbst Jahre später mit Asche bedeckt. Die Dienerfestung war einst der Wohnort tausender Gnome und Menschen, doch ihre Quartiere wurden kurz nach dem Aufbruch der Elfen entweder aufgrund eines Unfalls oder absichtlich verbrannt,sodass die Einwohner Obdach in Villershall, Zigistad, Brescia und Tijino suchen mussten. Da in der Dienerfestung auch Lager und kleine Werkstätten untergebracht waren, könnten in den Gewölben und Zisternen noch Gegenstände verborgen sein, die sich zu plündern lohnen, doch nur Goblins und Spinnen scheinen die schwarzen Tunnel gemütlich zu finden.